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Kassen geben 1,1 Milliarden Euro

für zusätzliche Pflegekräfte

Berlin - Rund 1,1 Milliarden Euro haben die Krankenkassen zwischen 2009 und 2011 für die Einstellung zusätzlicher Pflegekräfte in Krankenhäusern zur Verfügung gestellt. Mehr als 1100 Krankenhäuser hätten das Pflegesonderprogramm genutzt und rund 15 300 zusätzliche Pflegekräfte eingestellt, teilte der GKV-Spitzenverband am Montag in Berlin in seinem Abschlussbericht an das Bundesgesundheitsministerium mit. Angepeilt waren 17 000 zusätzliche Stellen. Die Krankenhäuser konnten 0,48 Prozent ihres Budgets zusätzlich von den Krankenkassen bekommen, um neue Pflegekräfte einzustellen oder vorhandene Teilzeitstellen aufzustocken. Seit 2012 stellen die Kassen den Krankenhäusern dauerhaft mehr Geld für Pflegekräfte zur Verfügung. KNA

Studie: Ehemaligen Gastarbeitern droht häufig Altersarmut

Düsseldorf - Ehemalige Gastarbeiter sind einer Studie zufolge etwa dreimal so häufig von Altersarmut bedroht wie deutsche Senioren. Im Jahr 2011 hätten 41,5 Prozent der Ausländer über 65 Jahren ein monatliches Einkommen von weniger als 848 Euro bezogen, teilte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung am Montag mit. Unter allen Rentnern in Deutschland seien es lediglich 13,3 Prozent gewesen. Auf staatliche Grundsicherung seien wegen sehr niedriger Renten 12,7 Prozent der ausländischen Senioren angewiesen, von den deutschen Senioren nur 2,1 Prozent. 848 Euro entsprechen 60 Prozent des mittleren Einkommens. Wer als Alleinstehender weniger hat, gilt nach gängiger Definition als „armutsgefährdet“. Das WSI hatte den Mikrozensus ausgewertet. dpa

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