NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Grausame Details über NSU-Mord

an Nürnberger Blumenhändler

München - Im NSU-Prozess hat das Gericht am Mittwoch die Beweisaufnahme zum ersten Mord der Neonazi-Terroristen fortgesetzt. Dabei haben Polizisten grauenhafte Details berichtet. Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hätten den türkischen BlumenhändlersEnver Simsek regelrecht hingerichtet. Laut Anklage feuerten beide insgesamt neun Mal auf den 38-Jährigen. Danach machten sie ein Foto. Simsek erlag zwei Tage später seinen Verletzungen.fan

Polizei erstattet Selbstanzeige

nach Gewaltvorwurf

Bremen - Bremer Polizisten wird vorgeworfen, in einer Diskothek brutal gegen einen 28 Jahre alten Mann vorgegangen zu sein. Der Vorfall wurde von einer Videokamera aufgezeichnet. Die Polizei selbst erstattete Anzeige. „Es geht um den Verdacht der Körperverletzung im Amt“, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten waren aktiv geworden, weil der Mann vorher als aggressiv aufgefallen war. dpa

TSCHECHIEN

Nach Bestechungsaffäre

neue Regierung vereidigt

Prag - Einen Monat nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Petr Necas wegen einer Bestechungsaffäre hat Tschechien eine neue Regierung. Präsident Milos Zeman vereidigte am Mittwoch in Prag das Kabinett des linksgerichteten Regierungschefs Jiri Rusnok. Neuer Finanzminister ist der bürgerliche Ex-Ministerpräsident Jan Fischer. Innerhalb von 30 Tagen muss Rusnok im Abgeordnetenhaus die Vertrauensfrage stellen. dpa

TÜRKEI

Demonstrant erliegt

schweren Verletzungen

Ankara - Ein bei den Protesten gegen die türkische Regierung verletzter 19-jähriger Mann ist einem Agenturbericht zufolge seinen Verletzungen erlegen. Wie die Nachrichtenagentur Dogan am Mittwoch meldete, stieg die Zahl der Toten im Zuge des gewalttätigen Vorgehens der Polizei gegen die Demonstranten damit auf insgesamt fünf. Unbekannte Täter hatten am 2. Juni in der westlichen Stadt Eskisehir den an der dortigen Universität

studierenden Ali Ismail Korkmaz angegriffen und am Kopf verletzt.AFP

KOREA

Norden und Süden beraten über Kontakte getrennter Familien

Seoul - Süd- und Nordkorea wollen über die Wiederaufnahme direkter Kontakte zwischen Angehörigen koreanischer Familien reden, die durch Landesteilung und Krieg auseinandergerissen wurden. Seoul habe einen Vorschlag Nordkoreas für Arbeitsgespräche akzeptiert, teilte das südkoreanische Vereinigungsministerium am Mittwoch mit. Die Gespräche könnten am 19. Juli stattfinden. dpa

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