NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

KROATIEN

Kriminelle nicht ausgeliefert

Zagreb - Das neue EU-Mitglied Kroatien verweigert die Auslieferung von rund 20 mutmaßlichen Kriminellen. Das berichtete die Zeitung „Jutarnji list“ am Dienstag. Diese Personen, die von Österreich, Slowenien und Deutschland wegen Mordes, Drogenhandel oder Vergewaltigung mit internationalem Haftbefehl gesucht werden, haben demnach nichts zu befürchten. Ein vom kroatischen Parlament nur zwei Tage vor dem EU-Beitritt verabschiedetes Gesetz verbiete Auslieferungen, falls die Straftaten vor dem Stichtag 7. August 2002 begangen wurden, so die Begründung. dpa

NORWEGEN

Breivik will Politik studieren

Oslo - Der verurteilte norwegische Attentäter Anders Behring Breivik will in Oslo Politikwissenschaften studieren. „Es stimmt, dass wir seine Bewerbung erhalten haben“, sagte der Rektor der politikwissenschaftlichen Fakultät, Ole Petter Ottersen. Er bestätigte damit einen entsprechenden Medienbericht. Ob die Bewerbung des inhaftierten Rechtsextremisten Erfolg haben werde, sei noch ungewiss. Grundsätzlich hätten Häftlinge in Norwegen die Möglichkeit, zu studieren, führte der Fakultätschef aus. Die Rahmenbedingungen würden von der Gefängnisleitung bestimmt. AFP

JAPAN

Überwachung Fukushimas verstärkt

Tokio - Nach der Messung erhöhter Radioaktivität vor Japans Pazifikküste hat die Atomaufsichtsbehörde des Landes eine verschärfte Überwachung der Zustände im havarierten Atomkraftwerk Fukushima angekündigt. Dazu sollten zwei Expertenteams eingesetzt werden, teilte die Behörde am Dienstag mit. In der vergangenen Woche hatte Tepco zugegeben, dass radioaktiv verseuchtes Grundwasser den Pazifik erreicht hatte. Knapp zwei Wochen zuvor war bekannt geworden, dass aus einem Leck in der Anlage radioaktive Stoffe ins Grundwasser gelangt waren. AFP

CHINA/JAPAN

Peking lehnt Gipfeltreffen ab

Peking - Im Streit mit Japan um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer gibt sich China unversöhnlich. Ein Gipfeltreffen von Staats- und Parteichef Xi Jinping mit dem rechtskonservativen japanischen Regierungschef Shinzo Abe sei ausgeschlossen, berichtete die Zeitung „China Daily“ am Dienstag unter Berufung auf einen Regierungsbeamten. Dieser nannte anderslautende Äußerungen eines japanischen Regierungsberaters über einen möglicherweise bevorstehenden Gipfel „unwahr und falsch“. Beide Nachbarländer erheben Anspruch auf die Inselgruppe. dpaCHINA DAILY]

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