NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

IRAK

Blutigster Monat seit fünf Jahren

Bagdad - Im Irak sind im Juli so viele Menschen durch Terrorakte ums Leben gekommen, wie seit fünf Jahren nicht mehr. 1057 Iraker starben und 2326 wurden laut einer Statistik der Vereinten Nationen verletzt. Die Leidtragenden sind vor allem Zivilisten: 928 starben bei Angriffen, hinzu kamen 129 Sicherheitskräfte. Die meisten Attentate gab es in der Hauptstadt Bagdad. Aber auch die nördlichen Provinzen Salahaddin, Ninive und Kirkuk waren stark betroffen. dpa

FRANKREICH

Oppositioneller Kasache gefasst

Aix-en-Provence - Der bekannte kasachische Oppositionelle und Ex-Bankenchef Muchtar Abliasow wurde in Südfrankreich festgenommen. Er war 2009 aus seiner Heimat geflohen, nachdem dort Ermittlungen wegen Milliardenbetrugs gegen ihn eingeleitet worden waren. Kasachstan, Russland und die Ukraine fordern nun Abliasows Auslieferung. Bereits im Juli dieses Jahres wurden Abliasows Ehefrau und die sechsjährige Tochter in Rom festgenommen und abgeschoben. Die UN kritisierten die Abschiebung der Familienmitglieder – der Kabinettschef von Italiens Innenminister musste in der Folge zurücktreten. AFP

USA

Guantanamo-Hungerstreik eskaliert

Washington - Der Hungerstreik Dutzender Häftlinge im umstrittenen US-Gefangenenlager Guantanamo könnte bald Tote fordern. Das mahnte der US–Rechtsanwalt David Remes an, der mehrere Gefangene vertritt. So hätten bereits einige Männer rund 20 Kilogramm an Gewicht verloren: „Ich sage voraus, es wird Männer geben, die sterben.“ Zuletzt waren gut 100 Inhaftierte im Hungerstreik. dpa

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