NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Bundesweite Razzia

wegen salafistischer Hetzschriften

Stuttgart - Mit einer Razzia in mehreren Bundesländern ist die Polizei gegen die illegale Verbreitung radikal-islamistischer Schriften vorgegangen. Insgesamt durchsuchten die Ermittler am Mittwoch 21 Wohnungen und Geschäftsräume in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen, Baden-Württemberg und Berlin, wie das Landeskriminalamt in Stuttgart mitteilte. Dabei stellten sie Computer, Geschäftsunterlagen und indizierte Schriften sicher. dpa

TÜRKEI/DEUTSCHLAND

Ankara rügt nach Vorfall in Köln Verhalten der Bundespolizei

Istanbul - Nach einer Auseinandersetzung zwischen einem Bundespolizisten und einem Türken am Kölner Flughafen hat Ankara die deutsche Polizei kritisiert. Vizeregierungschef Bekir Bozdag äußerte laut türkischen Medienberichten die Hoffnung, dass seitens der Behörden rechtliche Schritte gegen die Polizisten eingeleitet würden. Die Staatsanwaltschaft Köln bestätigte, dass sie wegen des Vorfalls gegen einen Polizisten und gegen den Geschädigten ermittelt. Bozdag warf den Polizisten vor, Yasar A. am Flughafen Köln/Bonn geschlagen zu haben. Nach ersten Erkenntnissen soll der Türke mit der Angestellten einer Fluggesellschaft gestritten haben. Die Frau habe daraufhin die Bundespolizei hinzugerufen. AFP

KOREA

Seoul und Pjöngjang wollen Industriezone Kaesong wieder öffnen

Seoul - Vier Monate nach der Schließung haben Nord- und Südkorea eine Einigung über die Wiedereröffnung der gemeinsamen Industriezone Kaesong erzielt. Es sei ein Fünf-Punkte-Abkommen zu dem Wirtschaftsraum auf nordkoreanischem Staatsgebiet geschlossen worden, sagte ein Vertreter des südkoreanischen Vereinigungsministeriums am Mittwoch in Seoul. Wegen eines Militärmanövers Südkoreas und der USA hatte Pjöngjang im April seine 52 000 Arbeiter aus Kaesong abgezogen und den Betrieb eingestellt. Hintergrund waren militärische Spannungen in der Region, die durch einen nordkoreanischen Atomtest ausgelöst wurden. AFP

SOMALIA

„Ärzte ohne Grenzen“

ziehen ihr Personal ab

Nairobi - Nach 22 Jahren verlässt die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ das Krisenland Somalia. Unni Karunakara, internationaler Präsident der Ärzte, begründet den Rückzug damit, dass „die Situation im Land zu einem unhaltbaren Ungleichgewicht geführt hat zwischen den Risiken, die unsere Mitarbeiter eingehen müssen, und unseren Möglichkeiten, der somalischen Bevölkerung zu helfen“. Seit 1991 hat die Hilfsorganisation nach eigenen Angaben 16 Mitarbeiter verloren. Die Ärzte-Organisation wirft den zuständigen Behörden und den Vertretern bewaffneter Kämpfe vor, ihnen nicht einmal die minimalen Sicherheitsgarantien gegeben zu haben, die sie hatten aushandeln können. Tsp

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