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DEUTSCHLAND

Tonnenschwerer Stein bricht im Atommülllager Asse aus der Decke

Göttingen - Steinschlag im Atommülllager Asse: Auf der 750-Meter-Sohle, wo ein großer Teil der radioaktiven Abfälle liegt, ist ein riesiger Gesteinsbrocken von der Decke und der Wand abgebrochen. Er ist rund 20 Kubikmeter groß und etwa 40 Tonnen schwer, wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) jetzt mitteilte. Der Vorfall ereignete sich in einem Bereich des Bergwerks, der derzeit mit Beton stabilisiert wird und zum fraglichen Zeitpunkt abgesperrt war. Gefahr für die Mitarbeiter habe nicht bestanden. Es seien auch keine Schäden an den zur Verfüllung eingesetzten Gerätschaften und Maschinen aufgetreten. Die Arbeiten könnten deshalb fortgeführt werden, heißt es. rp

JAPAN

Behörden stufen neuen Zwischenfall in Fukushima als „ernst“ ein

Tokio - Ein erneutes Leck in der Atomruine Fukushima ist offenbar deutlich schlimmer als von den Behörden bislang angenommen. Wie die Atomaufsichtsbehörde am Mittwoch mitteilte, werde sie mit der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA in Wien darüber beraten, den Vorfall auf Stufe 3 der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (Ines) anzuheben. Damit würde das Leck als „ernster Zwischenfall“ eingestuft statt wie bislang mit der Stufe 1 („Anomalität“). Der Atombetreiber Tepco hatte zuvor bekannt gegeben, dass rund 300 Tonnen verstrahlten Kühlwassers aus einem Tank ausgelaufen waren. Das übrige Wasser wurde am Mittwoch umgefüllt. Infolge eines Erdbebens und eines Tsunamis war das Atomkraftwerk verwüstet worden. dpa

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