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VEREINTE NATIONEN

Beweise für Flugzeug-Abschuss?

Den Haag - Gut 52 Jahre nach dem Tod des damaligen UN-Generalsekretärs Dag Hammarskjöld bei einem Flugzeugabsturz im südlichen Afrika hat eine unabhängige Kommission eine neue Untersuchung des bis heute ungeklärten Falls gefordert. Es gebe „überzeugende Beweise“ dafür, dass Hammarskjölds Maschine am 18. September 1961 abgeschossen worden sei, erklärte die Kommission in einem in Den Haag vorgelegten Bericht. Der schwedische Politiker hatte sich auf einer Vermittlungsmission zum Bürgerkrieg im Kongo befunden, als sein Flugzeug über dem heutigen Sambia abstürzte. Die US-Geheimdienst NSA verweigert bisher Einsicht in die angefragten Dokumente. AFP

IRAN

Präsident will bald Atomgespräche

Teheran - Der neue iranische Präsident Hassan Ruhani hat vorgeschlagen, dass Atomverhandlungen seines Landes mit den fünf UN-Vetomächten und Deutschland schon Ende September am Rande der UN-Vollversammlung in New York stattfinden könnten. Der Westen verdächtigt den Iran, an Atomwaffen zu arbeiten. dpa

FRANKREICH

Protest gegen Rentenreform

Paris - In Frankreich haben Tausende Menschen erneut gegen die Regierungspläne für eine weitere Rentenreform demonstriert. Vertreter der Gewerkschaften schätzten die Zahl der Teilnehmer an den landesweiten Aktionen am Dienstag auf 300- bis 500 000. Der Protest richtet sich vor allem gegen die weitere Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Um die volle Rente zu erhalten, sollen 2035 43 Jahre Beitrag nötig sein statt bisher 41,5. dpa

ITALIEN/DEUTSCHLAND

Schleuserbande zerschlagen

Flensburg - Nach monatelangen Ermittlungen haben die Bundespolizei und die Staatsanwaltschaft in Detmold eine internationale Schleuserbande gesprengt. Vier Tatverdächtige seien in Italien verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert worden, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Pakistaner im Alter von 34 bis 40 Jahren sollen zusammen mit fünf Komplizen im Raum Detmold afghanische Flüchtlinge illegal über Italien nach Deutschland und weiter nach Skandinavien gebracht haben. Insgesamt sollen die Schleuser knapp hundert Menschen geschleust haben. Die Flüchtlinge mussten dafür bis zu 1500 Euro zahlen. Schon bisher wurden acht Fahrer des Rings entdeckt und verurteilt. dpa

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