NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Gauck macht sein Amt zu schaffen

Hamburg - Bundespräsident Joachim Gauck macht sein Amt offenbar zu schaffen. Die Arbeit könne „nicht in diesem Tempo und in dieser Intensität weitergehen“, zitierte der „Spiegel“ am Sonntag vorab Aussagen Gaucks aus einer neuen Biografie des Staatsoberhauptes. Auch enge Mitarbeiter beschreiben in dem Buch des Autors Mario Frank demnach die Belastung Gaucks. Eine Beraterin des Bundespräsidenten, seine frühere Lebensgefährtin Helga Hirsch, spricht im Buch laut „Spiegel“ von „Ermüdungserscheinungen“. Gauck beklage die vielen Termine, die seine Vorgänger gemacht hätten und die er erfüllen müsse, zitierte der „Spiegel“ Aussagen Hirschs. Die „intellektuelle und körperliche Bürde des Amtes“ belaste den Bundespräsidenten. Der 73-jährige frühere DDR-Bürgerrechtler ist seit März 2012 Bundespräsident. AFP

USA

Haushaltsstreit spitzt sich zu

Washington - Mit einem Votum des Repräsentantenhauses wird eine Schließung von Regierungsbehörden in den USA ab Dienstag immer wahrscheinlicher. Im Haushaltsstreit stimmte die Kongresskammer am Sonntag für einen Gesetzentwurf, der die von US-Präsident Barack Obama geplante Gesundheitsreform um ein Jahr verschiebt. Damit ist eine vom Senat verabschiedete Gesetzesvorlage, die ihm vorübergehend finanziell Luft verschafft hätte, vom Tisch. Obama will sein Veto gegen jedes Gesetz einlegen, das sein Gesundheitsprogramm („Obamacare“) verhindern würde. Der von den Demokraten dominierte Senat hatte am Freitag einen Übergangshaushalt beschlossen. Viele Republikaner bestanden jedoch darauf, ihn mit massiven Kürzungen im Gesundheitsprogramm zu verknüpfen. rtr

CHILE

Ex-Geheimpolizeichef erschießt sich Santiago de Chile - Nur wenige Stunden vor seiner Verlegung in ein anderes Gefängnis hat sich Chiles Ex-Geheimpolizeichef Odlanier Mena bei einem Freigang erschossen. Kurz danach setzte die Regierung ihre Ankündigung um und verlegte die verbliebenen neun Häftlinge aus einer Luxus-Haftanstalt für ehemalige Militärs aus der Zeit der Pinochet-Diktatur (1973–1990). Mena (87) war einer von zehn Häftlingen, die wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen während der Diktatur verurteilt wurden. Während der Diktatur wurden bis zu 38 000 Menschen gefoltert oder getötet. dpa

LA TERCERA]

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