NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

JAPAN

Atomaufsicht kritisiert Tepco

Tokio - Nach einem erneuten Leck in der Atomruine Fukushima hat die Atomaufsicht den Betreiberkonzern Tepco scharf kritisiert und mehr Einsatz im Umgang mit den steigenden radioaktiven Wassermassen gefordert. Tepcos Fähigkeit, die Lage zu handhaben, habe sich „deutlich verschlechtert“, sagte Katsuhiko Ikeda von der Atomaufsichtsbehörde bei einem Treffen mit Tepco-Chef Naomi Hirose. Falls nötig müsse Tepco Arbeitskräfte aus anderen Atomkraftwerken hinzuziehen, forderte Ikeda. Unterdessen fiel in der Atomruine erneut ein Filtersystem für stark verseuchtes Wasser aus. dpa

VIETNAM

Freiheitsheld Giap gestorben

Hanoi - Der legendäre vietnamesische General Vo Nguyen Giap ist am Freitag im Alter von 102 Jahren gestorben. Das gab die Regierung in Hanoi bekannt. Giap besiegelte die Niederlage der französischen Kolonialtruppen 1954 in der Schlacht von Dien Bien Phu und trug später im Vietnamkrieg mit dem Fall von Saigon im April 1975 entscheidend zum Abzug der US-Armee bei. Nach dem Revolutionsführer Ho Tschi Minh genoss Giap in Vietnam zeitlebens die größte Popularität. Allerdings verlor er in den 1980er Jahren seinen Einfluss. AFP

ITALIEN

Beschluss gegen Berlusconi

Rom - Ein Ausschuss des italienischen Senats hat erneut für einen Ausschluss von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi aus dem Senat gestimmt. Nach einer entsprechenden Entscheidung vor gut zwei Wochen votierten die Ausschussmitglieder in Rom am Freitag wie erwartet gegen Berlusconi. Die endgültige Entscheidung wird das Senatsplenum Mitte Oktober treffen. Berlusconi war am 1. August rechtskräftig wegen Steuerbetrugs verurteilt worden. Das hat den Verlust von politischen Mandaten zur Folge. Für den 77-jährigen ist es die zweite Schlappe binnen weniger Tage: Am Mittwoch war er mit dem Versuch gescheitert, die Regierung zu stürzen und Neuwahlen zu provozieren. ade/AFP

SPANIEN

Milde Urteile nach Korruptionsaffäre

Madrid - Einer der größten Korruptions-Skandale in der Geschichte Spaniens ist nach acht Jahren mit relativ milden Urteilen zu Ende gegangen. Im Prozess um die illegale Vergabe von Baulizenzen, Bestechung und Vetternwirtschaft im Millionärsparadies Marbella wurde der Hauptangeklagte Juan Antonio Roca in Málaga zu elf Jahren Freiheitsentzug sowie zur Zahlung einer Geldstrafe von 240 Millionen Euro verurteilt. dpa

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