NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Malte Spitz zieht sich

aus Grünen-Bundesvorstand zurück

Berlin - Nach dem schlechten Abschneiden der Grünen bei der Bundestagswahl setzt sich der personelle Umbruch in der Partei fort: Malte Spitz (29) wolle sich aus dem Bundesvorstand zurückziehen und in Elternzeit gehen, bestätigte eine Sprecherin der Grünen am Freitag. Damit werden auf dem Berliner Parteitag der Grünen vom 18. bis 20. Oktober mindestens vier der sechs Posten im Bundesvorstand neu besetzt. Zuvor hatten bereits Steffi Lemke, Astrid Rothe-Beinlich und Claudia Roth ihren Rückzug aus dem Spitzengremium angekündigt. AFP

Griechische Neonazi-Partei hat Kontakte zu Rechten in Deutschland

Berlin - Griechenlands rechtsextreme Partei „Goldene Morgenröte“ hat nach Angaben der Bundesregierung Verbindungen zu Gruppierungen in Deutschland. Die NPD unterhalte Kontakte zu Gesinnungsgenossen in mehreren europäischen Staaten, teilte das deutsche Innenministerium mit. „Vor diesem Hintergrund gibt es auch vereinzelte Kontakte zwischen der NPD und der ,Goldenen Morgenröte‘.“ Darüber hinaus seien für die NPD Gleichgesinnte in den Niederlanden, Spanien, Tschechien, der Ukraine und Ungarn wichtige Partner. rtr

Unbekannte schmieren Naziparolen an 42 Stellen in Salzwedel

Berlin - In der Nacht zum Einheitsfeiertag haben Unbekannte in der gesamten Innenstadt von Salzwedel in Sachsen-Anhalt Hakenkreuze und Naziparolen geschmiert. Insgesamt gab es 42 Tatorte, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. In die Ermittlungen wurde der Staatsschutz einbezogen. Die Täter waren offenbar in der Nacht durch die Kleinstadt gezogen und hatten die rechtsextremen Parolen und Nazisymbole an den unterschiedlichsten Stellen angebracht – unter anderem auf Hauswänden, Schaukästen, Autos, einem Verkehrsschild und auf einer Tafel, die an die frühere jüdische Gemeinde des Ortes erinnert.AFP

ISRAEL

Protest gegen Beschluss

des Europarats zu Beschneidung

Jerusalem/Straßburg - Eine Entschließung der Parlamentarischen Versammlung des Europarats zur Beschneidung von Jungen ist in Israel auf scharfe Kritik gestoßen. Der Europarat müsse diesen Text „unverzüglich zurücknehmen“, forderte das Außenministerium. Die Beschneidung von Jungen sei eine „alte Tradition“ des Judentums, des Islam und in Teilen des Christentums. Die Entschließung „nähre rassistische und hasserfüllte Tendenzen in Europa“. Das Ministerium wandte sich zugleich gegen „jeglichen Vergleich“ mit der „barbarischen Praxis“ sexueller Verstümmlungen von Mädchen. In der Resolution hatte sich die Parlamentarierversammlung besorgt über „Verletzungen der physischen Integrität“ von Kindern geäußert. Bei der Beschneidung von Jungen müssten klare Vorschriften zu medizinischen und hygienischen Bedingungen erlassen werden. AFP

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