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DEUTSCHLAND

Kurt Beck ist Pharma-Lobbyist

für Boehringer Ingelheim

Mainz/Ingelheim - Der frühere rheinland-pfälzische Regierungschef Kurt Beck ist nun als Berater in der Wirtschaft aktiv. Der im Januar aus Gesundheitsgründen zurückgetretene Sozialdemokrat berät seit Juni den Pharmariesen Boehringer Ingelheim. Dies bestätigte das Unternehmen am Donnerstag. Der 64-jährige Beck ist Mitglied eines fünfköpfigen Beraterkreises. Dieser begleitet nach Angaben des Konzerns die Arbeit der Unternehmensleitung und des Gesellschafterausschusses vor allem bei strategischen Fragen. Das Gremium trifft sich fünfmal im Jahr. Der einst dienstälteste Ministerpräsident steht zudem an der Spitze der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und bleibt Verwaltungsratschef des ZDF. Seine Nachfolgerin in der Mainzer Staatskanzlei ist Malu Dreyer (SPD). Die FES hat Beck nicht über sein Engagement für die Pharmaindustrie informiert, wie die Stiftung dem Tagesspiegel bestätigte. Er selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. dpa/deh

BELGIEN

Europapolitiker Wilfried Martens

im Alter von 77 Jahren gestorben

Brüssel - Der frühere belgische Ministerpräsident und Europapolitiker Wilfried Martens ist tot. Der 77-Jährige starb in der Nacht zum Donnerstag, wie die Europäische Volkspartei (EVP) mitteilte. Martens hatte erst am Dienstag angekündigt, den Vorsitz des Parteienbündnisses EVP, dem auch CDU und CSU angehören, aus Gesundheitsgründen zeitweilig niederzulegen. Martens hatte die EVP seit 1990 geführt. Er arbeitete selbst als Abgeordneter in der europäischen Volksvertretung und stand von 1994 bis 1998 an der Fraktionsspitze. Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), erklärte, der Belgier habe eine „enorme Rolle bei der Wiedervereinigung des europäischen Kontinents gespielt“. AFP

EUROPÄISCHE UNION

16-jährige Pakistanerin Malala wird mit Sacharow-Preis ausgezeichnet

Straßburg - Die im Kampf für Schulbildung engagierte 16-jährige Pakistanerin Malala Yousafzai erhält den diesjährigen Sacharow-Preis für geistige Freiheit des EU-Parlaments. Sie hatte sich im Swat-Tal Pakistans, wo die Taliban Mädchen den Schulbesuch verwehren, für ihr Recht auf Bildung eingesetzt. Yousafzai überlebte einen Mordanschlag der Taliban im Oktober 2012 mit schweren Kopfverletzungen. Sie lebt heute in Großbritannien und geht dort zur Schule. Malala wurde auch für den Friedensnobelpreis nominiert, der heute in Oslo vergeben wird. Der mit 50 000 Euro dotierte EU-Preis wird seit 1988 an Aktivisten und Organisationen verliehen, die sich für Menschenrechte und Demokratie einsetzen. dpa

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