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ITALIEN

NS-Kriegsverbrecher Erich Priebke im Alter von 100 Jahren gestorben

Rom - Drei Monate nach seinem 100. Geburtstag ist der deutsche Kriegsverbrecher Erich Priebke am Freitag in Rom gestorben. Als Hauptsturmführer der SS war er 1944 beteiligt an dem Massaker in den „Ardeatinischen Höhlen“, wo 335 italienische Zivilisten ermordet worden waren. Die Aktion galt als „legitime Antwort“ auf einen Bombenanschlag italienischer Untergrundkämpfer im Stadtzentrum von Rom, bei dem 33 deutsche Soldaten gestorben waren. Priebke gelang nach dem Krieg die Flucht nach Argentinien; erst vier Jahrzehnte später wurde er dort aufgespürt. 1996 an Italien ausgeliefert, wurde er 1998 zu lebenslanger Haft verurteilt. Diese durfte er im Hausarrest verbringen: Sein Anwalt hatte ihm eine Wohnung überlassen. Priebke nutzte bis vor wenigen Wochen bei stets bester Gesundheit die Möglichkeit zu Spaziergängen und zu Besorgungen. Er hatte zeitlebens keine Reue gezeigt. pak

NAHOST

Nach Tötung von Siedler werden Friedensgespräche infrage gestellt

Tel Aviv - Zum dritten Mal binnen knapp drei Wochen ist ein Israeli im besetzten Westjordanland umgebracht worden. Der Oberst der Reserve wurde mutmaßlich von zwei Palästinensern am frühen Freitagmorgen vor dessen Haus getötet, wie die Armee bestätigte. Rechte israelische Regierungsmitglieder forderten daraufhin, die Friedensgespräche zu überdenken und die zugesagte stufenweise Freilassung palästinensischer Häftlinge auf Eis zu legen. dpa

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