NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

FRANKREICH

Atommeiler sollen angeblich

noch 50 Jahre laufen

Paris - Die Laufzeit der 58 französischen Atomreaktoren soll nach einem Medienbericht auf bis zu 50 Jahre verlängert werden können. Wie die französische Zeitung „Le Journal du Dimanche“ berichtete, hat die Regierung dies bereits entschieden. Der Beschluss solle eventuell am 15. November öffentlich gemacht werden. Die zuständigen Ministerien wollten den Bericht am Sonntag nicht kommentieren. Präsident François Hollande hatte erst vor wenigen Wochen sein Wahlversprechen bekräftigt, den Anteil des Atomstroms am Energiemix bis 2025 von derzeit rund drei Vierteln auf 50 Prozent zurückzufahren. Bis Ende 2016 soll das AKW Fessenheim nahe der deutschen Grenze stillgelegt werden. Mit 58 Reaktoren in 19 Kernkraftwerken ist Frankreich der zweitgrößte Atomstromproduzent nach den USA.dpa

ITALIEN

Roms jüdische Gemeinde will keine Beerdigung Priebkes in Italien

Rom - Nach dem Tod des NS-Kriegsverbrechers Erich Priebke wächst in Italien der Widerstand gegen eine Beisetzung im eigenen Land. Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Rom, Riccardo Pacifici, schlug am Sonntag eine Überführung der sterblichen Überreste nach Deutschland vor. Sie sollten in Priebkes Geburtsort Hennigsdorf beigesetzt werden. „Es gibt nur eine Lösung. Nach aller Logik sollte er in das Land zurückkehren, in dem er geboren wurde. Und das ist Deutschland“, sagte Pacifici. dpa

ÄGYPTEN

US-Bürger erhängt sich

in einer Polizeizelle

Kairo - Ein pensionierter US-Soldat hat sich laut Medienbericht in der Zelle einer Polizeistation in Ägypten erhängt. Wie die staatliche Zeitung „Al-Ahram“ am Sonntag berichtete, war der Mann im Polizeigewahrsam in der Stadt Ismailia tot aufgefunden worden. Es gebe keine Hinweise auf eine Straftat. Dem Bericht zufolge war am Samstag eine Verlängerung seiner Haft beschlossen worden. Er sei seit über einem Monat in Haft gewesen, weil er gegen die von den Behörden verhängte Ausgangssperre verstoßen habe. Er war in der Unruheregion im Norden der Sinai-Halbinsel festgenommen worden.dpa

SYRIEN

Mitarbeiter von Rotem Kreuz und

Rotem Halbmond verschleppt

Damaskus - In Syrien sind am Sonntag nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sechs IKRK-Mitglieder und ein Mitarbeiter des Syrischen Roten Halbmonds in der Provinz Idlib von bewaffneten Männern verschleppt worden. Große Teile der Provinz sind unter Kontrolle bewaffneter Rebellengruppen. Am Sonntag hatte die Hilfsorganisation Roter Halbmond rund 1500 Menschen aus einem umkämpften Vorort der Hauptstadt Damaskus gerettet. Sie holte nach eigenen Angaben vor allem Frauen und Kinder aus der belagerten Ortschaft Moadamijet al-Scham südwestlich von Damaskus. AFP

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