NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

RUSSLAND

Polizei nimmt 1200 Migranten fest

Moskau - Nach fremdenfeindlichen Massenkrawallen haben die russischen Behörden zum Schlag gegen Gastarbeiter ausgeholt. Auf einem Großmarkt, der am Vorabend Schauplatz nationalistischer Ausschreitungen war, wurden am Montag 1200 Gastarbeiter festgenommen. Es solle festgestellt werden, ob sie „in Verbrechen verwickelt seien“, erklärte die Polizei. Auf dem Großmarkt im südlichen Stadtteil Birjulowo arbeiten vor allem Migranten. Sie wurden am Sonntag auf dem Markt von tausenden Demonstranten attackiert. Diese suchten den mutmaßlichen ausländischen Mörder eines 25-jährigen Russen. dpa

FRANKREICH

Ärger über Wahlerfolg der Rechten

Paris - Nach der von einem Rechtsextremen gewonnenen Stichwahl im Kanton Brignoles streitet sich die politische Klasse Frankreichs um die Schuld. Der Politiker der Front Nationale, Laurent Lopez, hatte mit 53,9 Prozent der Stimmen gegen seine konservative Gegnerin gewonnen. Regierungschef Jean-Marc Ayrault sagte am Montag, die konservative UMP habe eine „extrem große“ Mitschuld am Sieg. UMP-Chef Jean-François Copé sagte dagegen, das Ergebnis sei die Folge der „desaströsen Verwaltung“ in Brignoles durch die Kommunisten und der „katastrophalen“ Arbeit der sozialistischen Regierung in Paris.AFP

POLEN

Warschau behält Bürgermeisterin

Warschau - In Polen ist das Referendum über eine Abwahl der Warschauer Bürgermeisterin Hanna Gronkiewicz-Waltz gescheitert. Die für ein gültiges Referendum nötige Mindestbeteiligung sei verfehlt worden, teilte die Wahlkommission am Montag mit. Die Abstimmung über die Parteifreundin von Regierungschef Donald Tusk galt als wichtiger innenpolitischer Stimmungstest zwei Jahre vor der Parlamentswahl. Die Initiatoren warfen Gronkiewicz-Waltz Misswirtschaft vor, unter anderem Verzögerungen beim Bau der U-Bahn. An der Abstimmung hatten lediglich 25,6 Prozent der 1,3 Millionen Wahlberechtigten teilgenommen. dpa

GROSSBRITANNIEN/USA

Briten setzten „Times“ unter Druck

London/New York - Vertreter von Großbritannien in den USA wollten die US-Zeitung „New York Times“ dazu bringen, Material des ehemaligen Geheimdienstlers Edward Snowden an die Briten zu übergeben. Mitarbeiter der britischen Botschaft in Washington hätten sie dazu aufgefordert, sagte die Chefredakteurin der „Times“, Jill Abramson, dem britischen „Guardian“. Sie habe jedoch abgelehnt. In den USA sei die Pressefreiheit gesetzlich besser geschützt, erklärte der „Guardian“. Gleichzeitig gehe aber auch die US-Regierung unter Präsident Barack Obama besonders aggressiv gegen Informanten vor. dpa

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