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RUSSLAND/NAHOST

Experten sehen keinen Hinweis auf Polonium-Vergiftung Arafats

Moskau/Tel Aviv - Russische Experten haben keine Spuren des radioaktiven Gifts Polonium 210 im Leichnam des 2004 gestorbenen Palästinenserführers Jassir Arafat gefunden. „Er kann nicht mit Polonium vergiftet worden sein“, sagte Wladimir Ujba, der Chef der staatlichen biologisch-medizinischen Agentur, am Dienstag in Moskau. Die Spezialisten hätten eine genaue Expertise angefertigt und zudem regelmäßig das Außenministerium in Moskau über ihre Erkenntnisse informiert, fügte Ujba hinzu. Arafat war am 27. November 2012 in Ramallah exhumiert worden. Die Palästinenser behaupten, dass Israel ihren Präsidenten vergiftet hat. Außer russischen Experten hatten auch je ein Team aus der Schweiz und aus Frankreich bei der Öffnung von Arafats Grab Gewebeproben für eine Untersuchung entnommen. Deren Ergebnisse wurden jedoch noch nicht veröffentlicht. Der Verdacht, Arafat könnte mit Polonium vergiftet worden sein, war durch Untersuchungen von einigen seiner persönlichen Gegenstände durch das Institut für Radiophysik des Universitätsklinikums in Lausanne (CHUV) im Juli 2012 aufgekommen. dpaGRAB ARAFATS]

USA

Libyscher Terrorverdächtiger

nach New York gebracht

Washington - Eine Woche nach seiner Festnahme durch ein US-Spezialkommando in Libyen ist der mutmaßliche Al-Qaida-Terrorist Abu Anas al Libi in die USA gebracht worden. Wie die Staatsanwaltschaft jetzt mitteilte, traf der 49-Jährige bereits am Samstag in New York ein. Dort stehe er seit mehr als zehn Jahren unter Anklage. Vor einem Bundesgericht in New York plädierte er am Dienstag auf nicht schuldig. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, 1993 die US-Botschaft in Nairobi „visuell und fotografisch“ ausgekundschaftet zu haben. Bei den Anschlägen auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania im Jahr 1998, bei denen mehr als 200 Menschen getötet wurden, soll er eine Drahtzieher-Rolle gespielt haben. dpa/AFP

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