NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

GROSSBRITANNIEN

Migranten per SMS

zur Ausreise aufgefordert

London - Das britische Innenministerium hat tausenden Migranten eine Textnachricht aufs Mobiltelefon schicken lassen mit der Aufforderung, das Land zu verlassen. „Nachricht vom Innenministerium: Unsere Unterlagen zeigen, dass Sie möglicherweise nicht das Recht haben, länger im Vereinigten Königreich zu bleiben“, hieß es in den SMS-Nachrichten, wie die vom Innenministerium mit der Durchführung der Aktion betraute Firma Capita am Freitag bestätigte. Man habe insgesamt 58 000 Menschen angeschrieben, sagte eine Capita-Sprecherin. dpa

SPANIEN

Führende Politikerin

in Schmiergeldaffäre verwickelt

Madrid - Die Schmiergeldaffäre um die spanische Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy spitzt sich weiter zu. Der frühere PP-Schatzmeister Luis Bárcenas sagte am Freitag vor Gericht in Toledo, er habe Generalsekretärin María Dolores de Cospedal, der Nummer zwei der PP, persönlich Schwarzgelder übergeben. Sie habe zwei Umschläge mit insgesamt 15 000 Euro Bargeld bekommen. Zeugen gebe es bei solchen Geschäften natürlich nicht, fügte er an. Cospedal wies die Behauptungen zurück. dpa

VEREINTE NATIONEN

Saudi-Arabien lehnt Sitz

im Sicherheitsrat ab

Dubai - Saudi-Arabien verzichtet auf seinen Sitz als nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat. Das Außenministerium begründete diese Entscheidung am Freitag mit „Doppelstandards“, die es dem Rat erschwerten, Kriege und Konflikte in der Welt zu beenden. „Die Methoden und die Doppelstandards im Sicherheitsrat hindern ihn daran, seiner Verantwortung für den Weltfrieden angemessen gerecht zu werden“, heißt es in der Erklärung des Ministeriums. Solange es keine Reformen im UN-Sicherheitsrat gebe, sehe sich Saudi-Arabien nicht in der Lage, seinen Sitz zu übernehmen. rtr

NAHOST

Merkel fordert Zugeständnisse

von Palästinensern und Israelis

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Israel und Palästinenser zu Zugeständnissen in den Nahost-Friedensgesprächen aufgerufen. „Alle Seiten müssen Kompromisse machen“, sagte Merkel am Freitag in Berlin nach einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Sie begrüßte die Zurückhaltung der Palästinenser, die sich nach dem Erhalt ihres UN-Beobachterstatus 2012 nicht um eine Aufnahme in weitere UN-Organisationen bemüht hätten. „Das ist eine Vorleistung für die Gespräche“, sagte sie. Gleichzeitig rief Merkel Israel auf, den Siedlungsbau in den besetzten palästinensischen Gebieten zu stoppen. rtr

ITALIEN

Ex-Wehrmachtssoldat zu lebenslanger Haft verurteilt

Rom - In Italien ist ein früherer Wehrmachtssoldat zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein römisches Militärgericht befand den 90-jährigen Alfred Stork am Freitag in Abwesenheit für schuldig, am 24. September 1943 auf der griechischen Insel Kefalonia an der Erschießung von mindestens 117 italienischen Offizieren beteiligt gewesen zu sein. Dem Massaker fielen im September 1943 rund 5200 italienische Soldaten zum Opfer. Die italienische Militärstaatsanwaltschaft hatte 2008 Anklage gegen den früheren Unteroffizier erhoben, der im badischen Kippenheim lebt. Stork hatte 2005 vor deutschen Staatsanwälten zugegeben, am 24. September zu einem der beiden Exekutionskommandos gehört zu haben. KNA

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