NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Limburger Bischof Tebartz-van Elst ist im bayerischen Kloster Metten
Metten - Der beurlaubte Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat sich in ein Benediktinerkloster im bayerischen Metten zurückgezogen. Der Bischof sei seit Mittwoch Gast der Abtei, teilte das Kloster am Donnerstag mit. Er nehme am Gebets- und Gemeinschaftsleben teil. Papst Franziskus hatte dem umstrittenen Limburger Bischof vergangene Woche die Führung der Amtsgeschäfte vorerst entzogen, ihn aber im Bischofsamt belassen. Tebartz-van Elst steht bereits seit Wochen unter anderem wegen der Baukosten in Höhe von mindestens 31 Millionen Euro für seinen Bischofssitz sowie eines beantragten Strafbefehls wegen Falschaussage in der Kritik. AFP

Frankreich zieht

letzte Kampfeinheit ab

Paris - Das zur deutsch-französischen Brigade gehörende 110. Infanterieregiment der französischen Armee im baden- württembergischen Donaueschingen wird im kommenden Jahr aufgelöst. Das gab das Verteidigungsministerium am Donnerstag in Paris bekannt. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) zeigte sich enttäuscht. Das 110. Infanterieregiment mit rund 725 Soldaten ist die letzte rein französische Kampfeinheit, die derzeit noch in Deutschland stationiert ist. AFP

ISRAEL

Regierung will für Siedler offenbar

mehr als 3300 Wohnungen bauen

Jerusalem - Einen Tag nach der in Israel umstrittenen Gefangenenfreilassung forciert die Regierung offenbar die Planungen zum Ausbau der Siedlungen in den besetzten Palästinensergebieten. Unter Berufung auf einen Abgeordneten der Likudpartei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu berichtete die Zeitung „Haaretz“ am Donnerstag über 3360 zusätzliche Siedlerwohnungen, deren Planung nun vorangetrieben werde. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton bekräftigte, der Siedlungsbau sei „nach internationalem Recht illegal“. Die Europäische Union habe Israel immer wieder aufgerufen, „alle Siedlungsaktivitäten einzustellen und die nach dem März 2001 errichteten Außenposten zu räumen“. AFP

RUSSLAND

Moskau muss Tschetschenen

Entschädigung zahlen

Straßburg - Russland muss den Familien verschwundener Tschetschenen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte mehr als 300 000 Euro Entschädigung zahlen. Die russischen Behörden hätten nie ermittelt, unter welchen Umständen die fünf Männer 2001 und 2006 in der Kaukasusrepublik verschwunden seien, hieß es in dem Urteil. Die Männer waren bei einer Straßenkontrolle verschleppt worden. Das Gericht betrachtete es als erwiesen, dass die Angreifer russische Militärs waren. dpa

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