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Innenminister: Deutschland nimmt 5000 Syrer mehr auf

Osnabrück - Deutschland will weitere 5000 syrische Flüchtlinge aufnehmen. Darauf haben sich Bund und Länder bei der Innenministerkonferenz in Osnabrück verständigt. Das Bundesinnenministerium in Berlin erklärte am Freitag, damit werde das Kontingent auf 10 000 Flüchtlinge verdoppelt. Die Innenminister der Länder forderten Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) zum Ende ihrer Konferenz auf, sich für eine gesamteuropäisch abgestimmte Aufnahme syrischer Flüchtlinge einzusetzen. „Europa kann mehr tun, und Europa muss mehr tun“, sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Niedersachsens Ressortchef Boris Pistorius (SPD). EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström und die Vereinten Nationen begrüßten die deutsche Entscheidung. „Großartige Nachrichten“, kommentierte Malmström: „Ein sehr großzügiges Angebot am Tag des Sankt Nikolaus.“ Ein Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks sagte: „Das ist eine erfreuliche Nachricht für viele verzweifelte Menschen.“ epd

Angeklagter Ex-Wachmann

des KZ Auschwitz kommt frei

Ellwangen - Der angeklagte frühere SS-Wachmann des Konzentrationslagers Auschwitz, Hans Lipschis, ist auf freiem Fuß. Es bestünden wegen einer beginnenden Demenz erhebliche Zweifel daran, dass der 94-Jährige verhandlungsfähig sei, teilte das Landgericht Ellwangen am Freitag mit. Der Haftbefehl gegen Lipschis wurde mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Ob es noch zu einem Prozess gegen den gebürtigen Litauer kommt, muss das Gericht noch entscheiden. Die NS-Fahndungsstelle in Ludwigsburg hatte erst vergangene Woche 30 ähnliche Verfahren an Staatsanwaltschaften in elf Bundesländern abgegeben. dpa

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