NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

SCHWEIZ

Kremlgegner Chodorkowski

in die Eidgenossenschaft ausgereist

Basel - Der Kremlgegner Michail Chodorkowski ist gut zwei Wochen nach seiner Freilassung aus russischer Haft von Deutschland aus in die Schweiz gereist. Er sei am Sonntag mit einem Zug aus Berlin in die Alpenrepublik gekommen, teilte ein Sprecher des 50-jährigen ehemaligen Ölunternehmers mit. Chodorkowski und seine Frau Inna wollten ihre Zwillingssöhne Gleb und Ilja zum Schulbeginn im neuen Jahr begleiten, hieß es in der Mitteilung seiner Schweizer PR-Agentur Creafactory weiter. Inna und die Zwillinge leben seit längerem in der Schweiz. Die Tochter Anastasia lebt in Moskau. Ob sich Chodorkowski dauerhaft in der Schweiz niederlässt, blieb zunächst offen. Der Kreml-Kritiker hat nach Berichten Schweizer Medien einen großen Teil seines Vermögens bei eidgenössischen Banken deponiert. Er wolle möglichst viel dafür tun, dass auch andere politische Gefangene in Russland freikommen, sagte Chodorkowski dem Schweizer Fernsehen SRF. dpa

DEUTSCHLAND

Piratenpartei schließt sich EU-weitem Programm an

Bochum - Mit großer Zustimmung haben sich die Piraten am Sonntag auf ihrem Bundesparteitag in Bochum einem EU-weiten Europawahlprogramm angeschlossen. Zu den Kernforderungen der in Gründung befindlichen Europäischen Piratenpartei gehören unter anderem die Einführung von Volksabstimmungen auf EU-Ebene, der Schutz vor staatlicher Überwachung sowie eine Reform des Urheberrechts. Zudem legte die Partei fest, dass auf den vorderen beiden Listenplätzen die 27-jährige Julia Reda, Chefin der Jugendorganisation Young Pirates Europe, und der 43-jährige Politikwissenschaftler Fotios Amanatides die Piraten ins Europaparlament führen sollen. dpa

Staatsanwalt will im Wulff-Prozess offenbar neue Beweisanträge stellen

Hannover - Im Prozess gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff will die Staatsanwaltschaft Hannover laut „Bild am Sonntag“ neue Beweisanträge stellen. Damit könnte sich das Korruptionsverfahren doch noch einmal verzögern. Bei der Anklagebehörde war dazu am Sonntag zunächst niemand zu erreichen. Ursprünglich sollten bereits am nächsten Prozesstag am Donnerstag die Plädoyers gehalten werden. Diese plane das Gericht nun für den 16. Januar, das Urteil solle am 22. Januar fallen, schreibt das Blatt. dpa

VATIKANSTADT

Papst Franziskus reist im Mai

ins Heilige Land

Vatikanstadt - Papst Franziskus reist im Mai erstmals ins Heilige Land. Vom 24. bis 26. Mai wolle er Amman, Bethlehem und Jerusalem besuchen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag beim Angelus-Gebet auf dem Petersplatz. Der israelische Präsident Schimon Peres hatte Franziskus im vergangenen April eingeladen, das Heilige Land zu besuchen. Im Oktober hatte auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas den Papst eingeladen und gesagt, Franziskus werde damit „in die Fußstapfen Jesu treten“.AFP

CHINA

Gegen 37 000 Funktionäre
wird wegen Bestechlichkeit ermittelt

Peking - Chinas Führung macht offenbar Ernst mit ihrem angekündigten schärferen Kurs gegen die Korruption: Zwischen Januar und November seien gegen knapp 37 000 Funktionäre in mehr als 27 000 Fällen Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechlichkeit aufgenommen worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag. AFP

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