NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Polizei sieht Sicherheit

in Städten gefährdet

Berlin - Die Polizei ist nach Gewerkschaftsangaben kaum noch imstande, die Sicherheit in Deutschlands Städten flächendeckend zu gewährleisten. „Es gibt Zonen in unseren Städten, in denen sich die Bürger völlig zu Recht nicht mehr sicher fühlen“, sagt der Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, dem „Spiegel“. „Unseren Auftrag, den Rechtsstaat zu sichern und das Gewaltmonopol durchzusetzen, können wir ohne Unterstützung nicht mehr gewährleisten.“ Die GdP und der Deutsche Städte- und Gemeindebund wollen am heutigen Montag in Berlin gemeinsam ein neues „Bündnis für Sicherheit“ einfordern, um die überforderten Sicherheitsorgane zu unterstützen. In einem Papier fordern sie mehr Präsenz der Polizei auf den Straßen, verstärkte Videoüberwachung, Alkoholverbote in der Öffentlichkeit und einen besseren Schutz von Sicherheits- und Rettungskräften vor Schlägern. dpa

Institut: Rentenbeitragssatz muss um 1,3 Prozent steigen

Berlin - Wegen des geplanten Rentenpakets der großen Koalition droht Arbeitnehmern und Arbeitgebern Berechnungen zufolge eine deutliche Beitragserhöhung. Einer Untersuchung des Max-Planck-Instituts zufolge wird der Beitragssatz 2017/2018 um 1,3 Prozent steigen müssen, wie die „Bild am Sonntag“ berichtete. Ein Finanzwissenschaftler der Uni Duisburg-Essen errechnete im Auftrag der „Wirtschaftswoche“ „kurz- und mittelfristig“ eine Mehrbelastung von durchschnittlich über 200 Euro jährlich. epd

THAILAND

Einer der Anführer

der Proteste erschossen

Bangkok - Bei Zusammenstößen zwischen Gegnern und Anhängern der thailändischen Regierung ist in Bangkok ein Anführer der Proteste erschossen worden. Augenzeugen zufolge hatte Suthin Tharathin, Vorsitzender eines Anti-Regierungsnetzwerkes, zuvor versucht, mit anderen Demonstranten ein Wahllokal zu blockieren. Dort wollten Wähler ihre Stimme bereits vor der Parlamentswahl am 2. Februar abgeben. Die tödlichen Schüsse seien aus einer Gruppe von Regierungsanhängern gefallen. Die Regierungsgegner wollen die Parlamentswahl am nächsten Sonntag verhindern. Sie fordern den Rücktritt von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra, der sie unter anderem Korruption vorwerfen. Die Opposition will mit ihren Protesten durchsetzen, dass eine aus Experten gebildete Regierung die Amtsgeschäfte übernimmt. Bei der Wahl rechnen sich die Gegner von Yingluck keine Chancen aus. dpa

ITALIEN

Immigranten in Italien nähen sich aus Protest Münder zu

Rom - Aus Protest gegen die schleppende Bearbeitung ihrer Fälle haben 13 Menschen in einem Auffanglager bei Rom zu drastischen Mitteln gegriffen: Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen nähten die illegal eingewanderten Marokkaner ihre Münder zu, wie Medien am Sonntag berichteten. Mit gleichen Mitteln hatten die 20 bis 30 Jahre alten Männer schon im Dezember protestiert, um ihre langfristige Unterbringung in dem Lager anzuprangern, wo sie eigentlich nur kurze Zeit hätten unterkommen sollen. Ihre vorherige Protestaktion hatten die mit überfüllten Booten aus Libyen auf die Mittelmeerinsel Lampedusa übergesetzten Einwanderer erst vor kurzem beendet, nachdem ihnen die zügige Bearbeitung ihrer Fälle zugesichert worden war. AFP

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