Politik : Nachrichten

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MEXIKO

BEVÖLKERUNG: 110 Millionen

BRUTTOSOZIALPRODUKT: 886 Milliarden Dollar

EINWOHNER UNTERHALB DER ARMUTSGRENZE: 40 Prozent

Mexiko galt lange als der wichtigste Partner Europas auf dem lateinamerikanischen Kontinent – bis Brasilien ihm den Rang ablief. Nach einem hauchdünnen Wahlsieg 2006 regiert der konservative Felipe Calderón das Land, das territorial und sozial zweigeteilt ist – zwischen Arm und Reich, zwischen dem industrialisierten Norden und dem ländlichen Süden. Die Korruption ist allgegenwärtig. Amnesty International beklagt, weder Presse- und Versammlungsfreiheit noch die Menschenrechte seien garantiert. Das Gewalt- und Kriminalitätsniveau ist hoch, allein in den Jahren 2006 und 2007 starben 5000 Menschen im Krieg der Rauschgiftbanden. Die soziale Ungleichheit ist himmelschreiend. Ohne die Emigration von jährlich einer halben Million Mexikaner in die USA und deren Rücküberweisungen, die nach dem Erdöl die zweitwichtigste Devisenquelle darstellen, wäre der soziale Sprengstoff noch größer. Dabei gehört Mexiko zu den größten Volkswirtschaften und Exportnationen der Welt, hängt aber in hohem Maße von der US-Konjunktur ab: Mehr als 80 Prozent seines Außenhandels wickelt Mexiko mit den USA ab.

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