Politik : Nachrichten

CHILE

BEVÖLKERUNG: 16,5 Millionen

BRUTTOSOZIALPRODUKT: 161 Milliarden Dollar

EINWOHNER UNTERHALB DER ARMUTSGRENZE: 18 Prozent

Chile ist anders als die anderen: links und gleichzeitit jung und wirtschaftsliberal. Letzteres ist ein Erbe aus der Zeit des Militärregimes unter General Pinochet, von dem seine demokratischen Nachfolger nach 1989 nicht lassen wollten. Die auf reichen Rohstoffvorkommen basierende Ökonomie, die nicht zuletzt vom Aufschwung Chinas profitiert, zählt heute zu den stabilsten Südamerikas. Mit den USA wurde 2004 ein Freihandelsabkommen geschlossen, mit der EU 2005 ein Assoziierungsabkommen unterzeichnet. 2006 wurde erstmals eine Frau in das Präsidentenamt des kulturell konservativen Landes gewählt: die Sozialistin Michelle Bachelet. Seit dem 19. Jahrhundert bildet der Bergbau das wirtschaftliche Rückgrat Chiles. Kupfer liefert den größten Exportgewinn; ein Viertel der weltweiten Kupfererzvorkommen liegt in Chile. Der Tourismus ist mit 1,6 Millionen Gästen im Jahr ausbaufähig. Die ethnische Zusammensetzung ist mit 90 Prozent Mestizen und Weißen sehr homogen. Auch das ist ein Unterschied zu manchem Nachbarn mit großen Indio-Minderheiten.

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