Politik : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Fast alle Bewerber

bestehen Einbürgerungstest

Nürnberg - Die im September eingeführten Einbürgerungstests haben den bisherigen Bewerbern offenbar kaum Probleme bereitet. Rund 98 Prozent bestanden den Test, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge am Montag in Nürnberg mitteilte. Bis Oktober nahmen fast 9000 Einbürgerungswillige an den Tests teil. Für November und Dezember rechnet die Behörde auf Grundlage der vorliegenden Anmeldungen mit mehr als 16 000 weiteren Teilnehmern. Die bisherigen Bewerber kamen aus mehr als 150 Ländern. Die meisten stammten aus dem Irak, der Türkei, dem Iran und der Ukraine. Bei der schriftlichen Prüfung müssen 17 von 33 Fragen richtig beantwortet werden. Dabei geht es um das politische System sowie Geschichte und Kultur Deutschlands. AFP

SPD will wieder den deutschen EU-Kommissar stellen

Berlin - Mit einer Kampfansage an den Koalitionspartner CDU/CSU hat die SPD das Wahlkampfjahr 2009 eröffnet. Sechs Monate vor der Europawahl bekräftigte SPD-Chef Franz Müntefering am Montag auf dem Berliner Europaparteitag den Anspruch der SPD, auch in den kommenden fünf Jahren den deutschen EU-Kommissar zu stellen. Kandidat für die Nachfolge von Günter Verheugen ist der sozialdemokratische Fraktionschef im EU-Parlament, Martin Schulz. Schulz wurde mit einer überwältigenden Mehrheit von 99,2 Prozent zum Spitzenkandidaten für die Europawahl im Juni 2009 gewählt. Schulz versicherte, er traue sich den Job des EU-Kommissars zu. AP

Monika Hauser nimmt

Alternativen Nobelpreis entgegen

Stockholm/Köln - Die Gründerin der Frauenhilfsorganisation „medica mondiale“, Monika Hauser, ist am Montag in Stockholm mit dem schwedischen Right Livelihood Award 2008 ausgezeichnet worden. Die Ehrung ist auch als Alternativer Nobelpreis bekannt. Die Kölnerin werde für ihr unermüdliches Engagement für Frauen ausgezeichnet, „die in Krisenregionen schrecklichste sexualisierte Gewalt erfahren haben, und für ihren Kampf, ihnen gesellschaftliche Anerkennung und Entschädigung zu verschaffen“. ddp

SIMBABWE

EU will Rücktritt Mugabes –

Berlin reicht auch Machtteilung

Brüssel - Die Europäische Union hat angesichts der humanitären Krise in Simbabwe den Rücktritt von Präsident Robert Mugabe verlangt und Sanktionen gegen dessen Regime verstärkt. Mugabe sei ein Diktator und „muss gehen“, sagte der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy, der derzeit EU-Ratspräsident ist. Die Forderung wurde jedoch vom deutschen Außen-Staatsminister Günter Gloser (SPD) nicht unterstützt. Er sagte stattdessen, Mugabe solle die Macht mit der Opposition teilen: „Herr Mugabe muss endlich erkennen, dass er die Macht nicht nur für sich alleine hat, sondern auch entsprechend teilen muss.“ dpa/AP

PAKISTAN/AFGHANISTAN

Anschläge auf Nato-Fahrzeuge

und Lager der Bundeswehr

Peshawar/Kundus - Im Nordwesten Pakistans haben Aufständische in der zweiten Nacht in Folge Lastwagen mit Nachschub für die Nato-Truppen in Afghanistan zerstört. Rund 200 Angreifer drangen nach Polizeiangaben am Montag in eine Verladestation in der Nähe von Peshawar ein und setzten fast 100 Fahrzeuge mit Nachschublieferungen in Brand. Das Bundeswehrlager im afghanischen Kundus wurde am Sonntag mit mehreren Raketen beschossen. Wie das Verteidigungsministerium am Montag in Berlin mitteilte, schlugen drei von insgesamt sieben abgefeuerten Raketen auf dem Gelände ein. Menschen kamen demnach nicht zu Schaden. AFP

FRANKREICH

Hunderte Muslimgräber

nazistisch geschändet

Lille - Hunderte Gräber muslimischer Gefallener aus dem Ersten Weltkrieg sind in der nordfranzösischen Stadt Arras von Neonazis geschändet worden. Nach Angaben der Polizei wurden rund 500 Gräber auf dem Ehrenfriedhof Notre-Dame de Lorette mit Nazi-Parolen wie „Heil Hitler“ beschmiert. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy verurteilte den Vorfall als Ausdruck eines „widerlichen Rassismus gegen Frankreichs muslimische Bevölkerung". rtr

Mutmaßlicher neuer Eta-Militärchef in Südfrankreich gefasst

Paris - Drei Wochen nach der Festnahme des Militärchefs der baskischen Untergrundorganisation Eta ist sein mutmaßlicher Nachfolger in Südfrankreich gefasst worden. Aitzol Iriondo alias „Gurbitz“ sei am Montagabend mit zwei anderen mutmaßlichen Eta-Mitgliedern in Gerde in der Nähe der Pyrenäen festgenommen worden, verlautete aus Ermittlungskreisen. Sein mutmaßlicher Vorgänger war der Polizei Mitte November ins Netz gegangen. Außer „Gurbitz“ seien ein mutmaßliches Mitglied des „Kommando Biskaya“ und ein weiteres Mitglied des EtaMilitärapparats festgenommen worden, hieß es aus Ermittlungskreisen. AFP

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