Politik : NACHRICHTEN

GRIECHENLAND

Schüsse auf Vorstadtbahn

Athen - Die griechische Hauptstadt ist über Weihnachten nicht zur Ruhe gekommen: Unbekannte feuerten in der Nacht zum Freitag Schüsse auf einen Zug der Athener Vorstadtbahn „Proastiakos“. In dem Zug befanden sich fünf Fahrgäste und der Fahrer. Zwei Scheiben gingen zu Bruch, verletzt wurde aber niemand. In der Nacht zum Donnerstag verübten Unbekannte mehrere Brandanschläge in Athen. Sie schleuderten Brandsätze auf zwei Autoausstellungen im Stadtteil Galatsi. Fünf Fahrzeuge gingen in Flammen auf. Zudem beschädigten sie die Fassade einer Bank und zündeten Gasflaschen vor einem Regierungsgebäude im Zentrum der Stadt. An Heiligabend demonstrierten zunächst 600 vermummte Autonome friedlich auf der überfüllten Hermes Straße – der teuersten Einkaufsstraße Athens. Anschließend beschmierten sie Wände und Säulen der Athener Kathedrale mit Parolen gegen die Kirche. dpa

BELGIEN

Suche nach neuer Regierung hält an

Brüssel - In Belgien geht die Suche nach einer neuen Regierung weiter. Der Beauftragte des Königs, Ex-Premier Wilfried Martens, setzte am Freitag seine Gespräche zur Beendigung der politischen Krise im Land fort. Martens Sprecher ließ dabei offen, mit wem der sogenannte Kundschafter des Königs zunächst spreche. Unklar blieb auch, wer Nachfolger des zurückgetretenen Regierungschefs Yves Leterme werden soll. dpa

SOMALIA

Neuer Präsident tritt zurück

Mogadischu - Die Regierungskrise in Somalia spitzt sich zu. Nur eine Woche nach seiner Ernennung trat der somalische Ministerpräsident Mohamed Mohamud Guled am Mittwoch zurück. Staatspräsident Abdullahi Yusuf kündigte für Samstag eine Sondersitzung des Parlaments an. Guled erklärte in Baidao, mit seinem Rücktritt wolle er die Streitigkeiten innerhalb der Regierung beenden. Somalia hat schon seit Anfang der 90er Jahre keine funktionierende Regierung. AP

GUINEA

Rufe nach raschen Wahlen

Conakry - Nach dem Militärputsch in Guinea mehren sich die Rufe nach Wahlen in dem westafrikanischen Land. „Wir wünschen, dass im ersten Halbjahr 2009 freie und transparente Wahlen abgehalten werden“, erklärte Frankreich, das derzeit die EU-Präsidentschaft innehat, am Freitag. Die Putschisten in der westafrikanischen Republik setzten sich derweil mit ihrem Machtanspruch gegen die Regierung durch. Ministerpräsident Ahmed Tidiane Souaré und zahlreiche Kabinettsmitglieder leisteten am Donnerstag der Anweisung Folge, sich in die Alpha-Yaya-Diallo-Kaserne in Conakry zu begeben, wo die Junta ihr Hauptquartier hat. Die Putschisten hatten verlangt, alle Regierungsmitglieder und ranghohen Militärs müssten sich binnen 24 Stunden dort einfinden, nachdem Hauptmann Moussa Dadis Camara sich zuvor zum neuen Staatschef ausgerufen hatte. AFP

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