Politik : NACHRICHTEN

Fall Mannichl – LKA sucht nicht mehr nach Menschen mit Tattoos

München - Im Fall des im Dezember niedergestochenen Passauer Polizeichefs Alois Mannichl fahndet die Polizei nicht mehr nach Verdächtigen mit auffälligen Tätowierungen. Es bestünden „keine hinreichenden Anhaltspunkte mehr, dass diese Personengruppe im Zusammenhang mit dem versuchten Tötungsdelikt an Polizeidirektor Alois Mannichl steht“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Staatsanwaltschaft und LKA vom Donnerstag. Das LKA erhöhte seine Belohnung für Hinweise zur Aufklärung des Verbrechens auf 20 000 Euro. dpa

Bildungsanteil am Sozialprodukt

sinkt weiter

Wiesbaden - Durchschnittlich 4 900 Euro gab der deutsche Staat 2006 für die Ausbildung eines Schülers aus. Das waren 200 Euro mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Nach vorläufigen Berechnungen ist damit der Anteil der Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) jedoch weiter gesunken. Während 1995 noch 4,1 Prozent des BIP in die Schulen flossen, waren es 2005 nur noch 3,9 Prozent. Nach vorläufigen Ergebnissen des Bildungsfinanzberichts 2008 lag der Anteil 2007 und 2008 bei 3,8 Prozent. AP

Bundesanwaltschaft bestätigt Ermittlungen gegen Islamisten H.

Karlsruhe - Die Bundesanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den 32-jährigen Bekkay H. eingeleitet, der in einem mutmaßlichen Al-Qaida-Video Deutschland gedroht hatte. Ein Sprecher der Anklagebehörde bestätigte entsprechende Medienberichte. Der Deutsche marokkanischer Herkunft soll nach Erkenntnissen der deutschen Sicherheitsbehörden Zugang zu Führungsstrukturen von Al Qaida haben.AFP

Mehr Frauen suchen Hilfe

wegen Zwangsheiraten

Tübingen - Bei der Frauenrechtsorganisation Terre des femmes sind im vergangenen Jahr 15 Prozent (197 Fälle) Hilferufe wegen einer Zwangsehe eingegangen. Das teilte die Organisation am Donnerstag in Tübingen mit. „Oft melden sich die Mädchen oder Frauen kurz vor ihrem Abflug in ihr Heimatland, wenn sie etwa in der Türkei einem anderen Mann versprochen sind“, sagte Jasmine Olbort von Terre des femmes. Die Zunahme erklärt sie damit, dass das Thema unter anderem wegen spektakulärer „Ehrenmord“-Fälle viele häufiger und offener diskutiert wird. Allerdings könne Terre des femmes nicht in allen Fällen helfen. dpa

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