Politik : NACHRICHTEN

MALI

Entführte deutsche Touristin

braucht Arznei

Bamako/Heidelberg - Von den vier in Mali entführten Touristen gibt es offenbar noch keine Spur. Das Auswärtige Amt bemüht sich weiter um eine Aufklärung des Falles, teilte ein Sprecher am Samstag in Berlin mit. Eines der Opfer, eine 77-jährige Deutsche, benötigt nach Aussage ihrer Schwester Medikamente. Die Entführer hätten aber sämtliches Gepäck und das Auto zurückgelassen, teilte der Reiseveranstalter Oase-Reisen mit. dpa

ITALIEN

Flüchtlinge brechen aus Lager

in Lampedusa aus

Rom - Praktisch alle 1300 Flüchtlinge aus dem Aufnahmelager auf der süditalienischen Insel Lampedusa haben am Samstag den vergitterten Eingang des Zentrums durchbrochen und sind in einem Protestmarsch zum Rathaus der Stadt gezogen. „Freiheit – helft uns!“, riefen die überwiegend aus Tunesien stammenden Immigranten, die von Polizisten flankiert wurden, ohne dass die Ordnungskräfte eingriffen, wie italienische Medien berichteten. dpa

GRIECHENLAND

Wieder Krawalle

im Zentrum von Athen

Athen - Mehrere hundert Anhänger der Anarchistenszene haben sich bei einem Marsch durch die Athener Innenstadt Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Die Demonstranten forderten die Freilassung von Gesinnungsgenossen, die bei den schweren Unruhen im Dezember verhaftet worden waren. Damals richteten sich die Proteste gegen die tödlichen Polizeischüsse auf einen Jugendlichen. Bei dem Protestzug durch die Innenstadt wurden am Samstag auch Schaufensterscheiben von Geschäften eingeschlagen und ein Laden geplündert. AP

AFGHANISTAN

Niederlande wollen ihre Truppen 2010 abziehen

Den Haag - Der Regierungschef der Niederlande, Jan Peter Balkenende, hat den Abzug der niederländischen Truppen aus Afghanistan im Jahr 2010 bekräftigt. Die niederländischen Soldaten würden ihren Einsatz in der südafghanischen Provinz Orusgan im kommenden Jahr beenden, sagte Balkenende. Gebe es Anfragen der afghanischen Regierung, der Vereinten Nationen oder der Nato, sei jedoch die Stationierung eines „kleinen“ Kontingents über den geplanten Abzugstermin hinaus möglich. AFP

KONGO

Ruanda soll Rebellenchef Nkunda ausliefern

Nairobi/Kinshasa - Kongo will bei seinem Nachbarland Ruanda die Auslieferung des Rebellengenerals Laurent Nkunda beantragen, der am späten Donnerstagabend in Ruanda festgenommen worden war. Nkunda, dem zahlreiche Kriegsverbrechen zur Last gelegt werden, ist der Führer der Rebellenorganisation CNDP. „Er ist Kongolese, und er beging Verbrechen im Kongo“, sagte Informationsminister Lambert Mende dem britischen Rundfunksender BBC. Die ruandische Regierung hat bisher keine Angaben darüber gemacht, ob sie ihren einstigen Verbündeten ausliefern will. dpa

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