Politik : NACHRICHTEN

Özdemir will in Stuttgart Direktmandat für den Bundestag

Dortmund - Nach seinem Scheitern bei der Listenaufstellung in Baden-Württemberg strebt Grünen-Parteichef Cem Özdemir ein Stuttgarter Direktmandat für den Bundestag an: Er sei „hoch motiviert“, in seinem Wahlkreis „zu zeigen, dass die Grünen gute Wahlergebnisse einfahren können, nicht nur bei den Zweitstimmen“, sagte er der „Super Illu“. In Hamburg erhofft sich auch Krista Sager ein grünes Direktmandat – sie will den Wahlkreis Eimsbüttel erobern, in dem nach SPD-internem Streit der Hamburger Juso-Vorsitzende Danial Ilkhanipour antritt. Bisher ist es nur dem Berliner Grünen Christian Ströbele im Wahlkreis Kreuzberg gelungen, direkt gewählt zu werden. dpa/Tsp

Ärzte: Behandlung von Althaus dauert noch vier bis acht Wochen

Berlin - Der Heilungsprozess des bei einem Skiunfall in Österreich schwer verletzten Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) macht offenbar Fortschritte. Der Direktor der Rehabilitationsklinik Schmieder in Allensbach, Bruno Crone, sagte der „Bild am Sonntag“, Althaus könne jetzt wieder fernsehen. „Die Ärzte konnten die Schmerz- und Beruhigungsmittel reduzieren. Herr Althaus kann wieder allein gehen, er braucht keinen Rollstuhl mehr“, sagte er weiter. Die Therapie werde noch vier bis acht Wochen dauern. Althaus ist weiterhin nicht vernehmungsfähig. ddp

Regierung streitet weiter

um Guantánamo-Häftlinge

Berlin - Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat im ZDF bekräftigt, die Auflösung des US-Gefangenenlagers Guantánamo auf Kuba dürfe nicht am Streit über den Verbleib der Häftlinge scheitern; die Aufnahme von Unschuldigen sei „eine Frage der Glaubwürdigkeit“. Es gehe nicht darum, „Terroristen hierher zu holen“, sagte er. Innenminister Wolfgang Schäuble betonte in der ARD, von den Häftlingen könnten Gefahren ausgehen: Er vermute, die USA hätten keine Gefangenen nach Guantánamo gebracht, gegen die es keinen Verdacht gebe. Sie könnten in der Haftzeit auch gefährlicher geworden sein. Renate Künast (Grüne) warf Schäuble „Menschenrechtsverachtung“ vor. Die Außenminister der EU suchen am Montag in Brüssel nach einer gemeinsamen Haltung in dieser Frage. dpa

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar