Politik : NACHRICHTEN

SRI LANKA

Regierung strebt militärischen Sieg über Rebellen an

Berlin – „Die bringen alle um“ – die Hilferufe aus Sri Lankas Norden werden täglich lauter. Beobachter mutmaßen, dass die Regierung den Krieg gegen die Tamilentiger nach 25 Jahren nun „auf Teufel komm raus“ bis zum Nationalfeiertag am Mittwoch kommende Woche militärisch entschieden haben will. Auch in der sogenannten Sicherheitszone für Zivilisten wird offenkundig heftig gekämpft. Was sagt das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), das als einzige internationale Hilfsorganisation noch in der Kriegsregion ist? „Wir sind besorgt über die Sicherheit der Zivilisten“, berichtet Sprecherin Sarasi Wijeratne dem Tagesspiegel. Auf nur noch 250 Quadratkilometer sind rund 250 000 Menschen gefangen. „Und das Gebiet wird mit fortschreitenden Kämpfen immer kleiner.“ Noch sind 100 IKRK-Mitarbeiter in der Region Mullaitivu. Hilfe kommt allerdings momentan nicht ins Sperrgebiet. Am Dienstag sollte endlich wieder ein Konvoi fahren. Es gab aber keine Sicherheitsgarantien der beiden Parteien. Auch am Mittwoch durfte kein Konvoi ins Sperrgebiet. Der bisher letzte fuhr am 22. Januar. mue

KUBA

Raul Castro reist nach Russland – erster Moskaubesuch seit 20 Jahren

Berlin - Raul Castro ist zum ersten Besuch eines kubanischen Staatschefs seit mehr als 20 Jahren in Moskau eingetroffen. Die von der kommunistischen Regierung der Karibikinsel erst am Dienstag angekündigte Reise erfolgt auf Einladung des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew. Für Bert Hoffmann vom Hamburger Giga-Institut für Lateinamerikastudien handelt es sich um eine Visite mit doppelter Symbolkraft. Für Kuba sei sie ein Zeichen der Stärke: „Castro zeigt: Wir sind nicht allein und nicht isoliert – wir haben vielfältige Außenbeziehungen, zahlreiche Freunde in aller Welt und sind nicht auf die EU angewiesen.“ Russland seinerseits habe nicht nur Interesse am Öl vor Kubas Küsten, sondern wolle mit engen Beziehungen zu Havanna und einem „prominenten Engagement direkt vor der Haustür der USA“ auch seine Position als ernst zu nehmende Weltmacht demonstrieren. mis

IRAN

Berater: Ahmadinedschad kandidiert bei Präsidentschaftswahl im Juni

Teheran - Der iranische Staatschef Mahmud Ahmadinedschad will bei der Präsidentschaftswahl im Juni für eine zweite Amtszeit kandidieren. „Natürlich wird er Kandidat sein, weil nicht alle seine Programme, für die er sich einsetzt, mit einem Mandat von vier Jahren umgesetzt werden können“, sagte Ahmadinedschads Berater Ali Akbar Dschawanfekr. Der Amtsinhaber hat sich selbst bislang nicht dazu geäußert, ob er wieder antreten will. Für die Wahl am 12. Juni steht bisher der Reformer Mehdi Karubi als Kandidat fest. Ahmadinedschads Vorgänger Mohammed Chatami hält sich offen, ob er kandidiert. AFP

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