Politik : NACHRICHTEN

ÄGYPTEN

Festgenommener Deutsch-Ägypter freigelassen

Kairo - Der ägyptische Inlandsgeheimdienst hat in der Nacht zum Mittwoch den deutsch-ägyptischen Studenten Philip Rizk wieder freigelassen. Der 26-Jährige war am Freitag nach einer Demonstration für die Palästinenser im Gazastreifen im Norden Kairos festgenommen und in einem Auto ohne Nummernschilder an einen unbekannten Ort verschleppt worden. „Philip ist wieder frei und jetzt bei seiner Familie“, bestätigte seine Schwester Jeanette dem Tagesspiegel. Aus Kreisen der American University in Kairo, an der Rizk studiert, hieß es, die Verhörbeamten hätten dem jungen Mann sehr zugesetzt. Bislang gibt es noch keine offizielle Erklärung der ägyptischen Behörden, warum sie Rizk vier Tage festgehalten haben und was sie ihm konkret vorwerfen. Rizk hatte in seinem Blog „tabulagaza“ die Politik der ägyptischen Regierung kritisiert, vor allem die Schließung des Grenzübergangs in Rafah. Ein zweiter ebenfalls festgenommener Blogger, der 22-jährige Diaeddin Gad, blieb weiter in Haft. M.G.

FRANKREICH

Menschenrechtsorganisation will Bischof Williamson anzeigen

Paris - Die Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus will Anzeige gegen den Traditionalisten-Bischof Richard Williamson wegen seiner Holocaust-Leugnung erstatten. Die französische Menschenrechtsorganisation erklärte, damit solle seine Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit von der französischen Justiz verfolgt werden. Dies kann in Frankreich mit bis zu einem Jahr Haft und einer Geldbuße von bis zu 45 000 Euro bestraft werden. Auch in Argentinien ist Williamson angezeigt worden. KNA

TIBET

76 Menschen

nach blutigen Unruhen verurteilt

Peking - Nach den blutigen Unruhen in Tibet vor fast einem Jahr sind von den chinesischen Behörden 76 Menschen verurteilt worden. Das teilte der Vizepräsident der Regionalregierung in der Himalajaprovinz, Baema Cewang, mit. Nähere Angaben zu den Strafen wurden nicht gemacht. AFP

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