Politik : NACHRICHTEN

IRAK

Brüder Saddam Husseins

zum Tode verurteilt

Bagdad - Der Strafgerichtshof in Bagdad hat zwei Brüder von Ex-Präsident Saddam Hussein wegen der Hinrichtung von 42 Geschäftsleuten zum Tod am Galgen und Ex-Außenminister Tarik Asis (72) zu 15 Jahren Haft verurteilt. Das Saddam-Regime hatte den Geschäftsleuten seinerzeit vorgeworfen, unerlaubt staatlich festgesetzte Preise für Güter des täglichen Bedarfs erhöht zu haben. Asis hatte jede Beteiligung an der Hinrichtung der Geschäftsleute abgestritten. dpa/rtr

PAKISTAN

Hunderte Oppositionsanhänger

festgenommen

Islamabad - Die pakistanische Polizei hat am Mittwoch hunderte Anhänger der Opposition festgenommen und Proteste in zwei Regionen des Landes verboten. Vor dem Parlament war aber weiter eine Kundgebung der Opposition geplant. Das Vorgehen der Sicherheitskräfte ließ Zweifel daran aufkommen, wie fest die seit einem Jahr regierende Regierung unter Präsident Asif Ali Zardari zur Demokratie steht. AP

USA

Kuba: Washington lockert

Reise- und Handelsbeschränkungen

Washington - Die USA haben ihre Handels- und Reisebeschränkungen für Kuba gelockert. Damit vollzieht US-Präsident Barack Obama eine Kehrtwende zur Politik seines Vorgängers George W. Bush. Am Dienstag verabschiedete der US-Senat ein Gesetz, das Exilkubanern häufigere Besuche bei Angehörigen auf Kuba ermöglicht. Sie dürfen künftig einmal im Jahr auf die Karibikinsel reisen und sich dort unbegrenzte Zeit aufhalten. rtr

RUSSLAND

Kreml-Jugendorganisation bekennt sich zu Cyber-Attacke auf Estland

Moskau - Die Jugendorganisation des Kreml hat sich zu den Sabotageakten gegen Websites von estnischen Behörden vor zwei Jahren bekannt. „Ich würde es nicht Cyber-Attacke nennen, es war eine Cyber-Verteidigung“, sagte ein „Kommissar“ der Naschi-Organisation, Konstantin Goloskokow, der britischen Zeitung „Financial Times“ vom Mittwoch. Seine Organisation habe nichts Illegales getan. „Wir haben nur verschiedene Internetseiten so lange besucht, bis sie nicht mehr arbeiteten.“ Eine Anweisung des Kreml habe es nicht gegeben. Die Internetangriffe vom April und Mai 2007 hatten zu einer vorübergehenden Schließung von estnischen Regierungsseiten geführt und die Geschäfte führender Unternehmen behindert. AFP

NORDIRLAND

Tausende protestieren

gegen neuen Terror

London - Mehrere tausend Menschen haben am Mittwoch in Nordirland gegen den neu entflammten Terror in der einstigen britischen Krisenprovinz demonstriert. Die Menschen versammelten sich in mehreren Städten zu stillen Protesten, darunter in Belfast und Londonderry. Mahnwachen gab es auch in Craigavon südwestlich von Belfast. Dort war am Montagabend ein Polizist von Mitgliedern einer Splittergruppe der ehemaligen Terrororganisation IRA erschossen worden. dpa

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