Politik : NACHRICHTEN

SCHWEIZ

Verteidigungsminister gibt

aus Protest Mercedes zurück

Zürich - Aus Protest gegen die Attacken von Finanzminister Peer Steinbrück auf die Steuerpolitik der Schweiz und ihr Bankgeheimnis gab der schweizer Verteidigungsminister Ueli Maurer seinen Mercedes-Benz-Dienstwagen zurück und stieg auf einen Renault Espace um. Maurer gehört der rechten Schweizer Volkspartei an. Steinbrück hatte mit seiner scharfen Kritik an der Schweiz heftige Reaktionen ausgelöst. AP

NORWEGEN

Keine Verletzten bei Absturz

eines Bundeswehr-Hubschraubers

Oslo - Unbeschadet haben alle vier Insassen eines Bundeswehr-Hubschraubers eine Bruchlandung in Norwegen überstanden. Wie ein Sprecher des Nato-Manövers „Cold Response“ mitteilte, drehte sich der Hubschrauber vom Typ Bell UH-1D kurz nach dem Start um die eigene Längsachse und schlug auf einem Feld auf. Beim Manöver „Cold Response“ üben 7000 Soldaten aus 13 Nato-Ländern die schnelle Mobilisierung von Einsatzkräften in Krisen. dpa

ITALIEN

Rechtspartei „Alleanza Nazionale“ hat sich offiziell aufgelöst

Rom - Die zweitgrößte italienische Regierungspartei „Alleanza Nazionale“ (AN) hat sich aufgelöst. Zum Ende des Parteitages hat der bisherige AN-Chef und Präsident des Abgeordnetenhauses, Gianfranco Fini, am Sonntag in Rom die Auflösung der Partei besiegelt. Die postfaschistische Partei wird am kommenden Wochenende auch formal mit der konservativen Partei „Forza Italia“ (FI) des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi zur neuen Rechtspartei „Volk der Freiheit“ (PDL) verschmelzen. dpa

USA

Demonstranten in mehreren Städten fordern Ende des Krieges im Irak

Washington - Zum sechsten Jahrestag des Irak-Kriegs haben in Washington und anderen US-Städten Tausende Menschen ein sofortiges Ende des Krieges verlangt. Barack Obama will bis August 2010 alle US-Kampftruppen aus dem Irak abziehen. Danach sollen 35000 bis 50000 Soldaten zurückbleiben, um die Ausbildung der irakischen Sicherheitskräfte zu unterstützen. Seit der Invasion am 20. März 2003 kamen im Irak mindestens 4259 US-Soldaten ums Leben. AP

JEMEN

Drama nach Rettung

von Flüchtlingsboot aus Seenot

Sanaa - Nach der Rettung eines in Seenot geratenen Flüchtlingsboots mit rund 100 Menschen an Bord vor der Küste des Jemens ist es im Hafen von Aden zu einem Drama gekommen. Beim Anlegen rannten die meist somalischen Flüchtlinge alle auf eine Seite und brachten das Schiff zum Kentern. Mindestens acht Afrikaner ertranken, wie aus Kreisen der Küstenwache in der Hafenstadt verlautete. Das nach einem Maschinenschaden antriebslose Boot war von einem französischen Marineschiff etwa 65 Seemeilen vor Aden treibend entdeckt und ins Schlepptau genommen worden. dpa

TÜRKEI

Kritik am Ergebnis

des Istanbuler Weltwasserforums

Istanbul - Umweltschützer haben das Ergebnis des fünften Weltwasserforums in Istanbul kritisiert. Sie bemängelten, die offiziellen Erklärungen des Treffens seien unverbindlich und reichten nicht aus, um die drohende Wasserkrise abzuwenden. Es gab, wie bei früheren Weltwasserforen, keine Einigung auf ein Menschenrecht auf Wasser. dpa

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