Politik : NACHRICHTEN

KENIA

Piraten beklagen Haftbedingungen

Mombasa - Die deutschen Verteidiger der in Kenia inhaftierten Piraten haben in einem Bericht an das Auswärtige Amt die Haftbedingungen ihrer Mandanten kritisiert. Wie der „Focus“ berichtet, hat die Gefängnisleitung den Anwälten jeglichen Kontakt zu den Häftlingen verwehrt. Die voneinander getrennten Piraten seien zu zehnt mit anderen Gefangenen in Zellen eingesperrt, die für maximal vier Häftlinge ausgestattet seien. Den muslimischen Gefangenen werde eine ihrem Glauben entsprechende Nahrung verweigert. Die Fregatte „Rheinland-Pfalz“ hatte die Piraten Anfang März in Gewahrsam genommen, nachdem diese den Frachter einer deutschen Reederei angegriffen hatten. AFP

EU

Finanzaufsicht bis 2010 geplant

Prag - Das neue europäische Finanzaufsichtssystem soll nach dem Willen der EU-Kommission bereits 2010 stehen. Das erklärte EU-Währungskommissar Joaquín Almunia nach dem Treffen der EU-Finanzminister in Prag. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) zweifelte aber daran, ob der „sehr ehrgeizige“ Zeitplan einzuhalten ist. Die Minister einigten sich, die Vorschläge des früheren IWF-Chefs Jacques de Larosière umzusetzen. Danach wird es keine echte EU-Aufsichtsbehörde geben, sondern ein System, das die nationalen Behörden für die Banken-, Versicherungs- und Wertpapieraufsicht miteinander verzahnt. dpa

KROATIEN

Leichen deutscher Offiziere entdeckt

Zagreb - In Kroatien ist ein Massengrab aus dem Zweiten Weltkrieg mit den Überresten von womöglich rund 4500 Menschen entdeckt worden. Die Zeitung „Jutarnji List“ berichtete, bei den Opfern handele es sich vor allem um Soldaten der faschistischen Ustascha-Bewegung, die im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Nazis kämpfte. Außerdem wurden demnach die Überreste von 500 Offizieren der deutschen Wehrmacht gefunden. AFP

USA

Reiseerleichterungen für Exilkubaner Washington – US-Präsident Barack Obama will Exilkubanern in den USA künftig uneingeschränkte Besuche bei ihren Familien in Kuba erlauben. Obama plane die Aufhebung eines entsprechenden Verbots, verlautete am Samstag aus Regierungskreisen. Auch die Überweisung von Geld in die alte Heimat solle den Exilkubanern erlaubt werden. AP

Bush froh über Zurückhaltung

Berlin - Der frühere US-Präsident George Bush ist froh über seine zurückhaltende Reaktion auf den Fall der Berliner Mauer. Die Presse habe ihm damals vorgeworfen, nicht genug Freude gezeigt zu haben, sagte der 84-Jährige in einem „Bild“-Interview. „Am nächsten Tag riet man mir sogar, ich sollte nach Deutschland fliegen und auf der Mauer tanzen.“ Bush fügte hinzu: „Dies wäre eine riesige Dummheit gewesen, weil sie Gorbatschow provoziert hätte.“ AP

RUSSLAND

Razzia gegen Opposition in Sotschi

Moskau - Die russische Polizei ist vor der Bürgermeisterwahl in Sotschi gegen das Team von Oppositionskandidat Boris Nemzow vorgegangen. Zwei Aktivisten seien festgenommen und rund 125 000 Flugblätter beschlagnahmt worden, teilte eine Sprecherin Nemzows mit. dpa

PAKISTAN

Flüchtlinge in Container erstickt

Quetta - Die pakistanische Polizei hat in einem Lkw-Container mindestens 46 Leichen gefunden. 45 Menschen seien bewusstlos gewesen und in Krankenhäuser gebracht worden, teilte die Polizei mit. Die Afghanen hätten offenbar in den Iran gebracht werden sollen. AFP

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