Politik : NACHRICHTEN

Ärzte zweifeln

an Gesundheitskarte

Mainz/Berlin - In der langen Geschichte der elektronischen Gesundheitskarte drohen weitere Verzögerungen. Die deutsche Ärzteschaft sprach sich zum Abschluss des Ärztetags am Freitag in Mainz für eine sorgfältige Erprobung aus. Die Ergebnisse der Tests müssten erst abgewartet werden. Wie in den vergangenen Jahren zweifelte eine Mehrheit der Delegierten an der Konzeption der Karte. Bundesgesundheitsministerium und Krankenkassen warben um Unterstützung für das Projekt. Die mit Foto und Speicherchip versehene Gesundheitskarte soll weniger Papierkrieg in der Praxis, Klarheit über die Vorgeschichte von Schwerkranken und sinkende Kosten bringen. Die Ärzte versicherten, weiter konstruktiv und kritisch daran mitzuarbeiten. „Sorgfalt geht vor Schnelligkeit“, betonte ein Sprecher der Ärztekammer allerdings. So dürften die Tests noch nicht Bestandteil eines Online-Betriebs der Karte werden. dpa

Experten: Bestrafung

von Bankmanagern schwierig

Braunschweig - Bankmanager können nach Ansicht von Experten nur schwer für die Finanzkrise strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Nach den Worten des früheren Braunschweiger Generalstaatsanwalts Heinrich Kintzi macht sich ein Banker zwar wegen Untreue strafbar, wenn er sich unter Missachtung der vorgeschriebenen Risikovorsorge auf riskante Finanzgeschäfte einlässt. „In der Theorie ist das klar“, sagte Kintzi am Freitag beim 60. Deutschen Anwaltstag in Braunschweig. In der Praxis werde es allerdings schwierig sein, den Verantwortlichen nachzuweisen, dass sie nicht nur fahrlässig, sondern vorsätzlich gehandelt und bewusst eine Schädigung der Anleger in Kauf genommen hätten. dpa

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