Politik : NACHRICHTEN

USA

Lebenslänglich für US-Soldat

wegen Mädchenmord im Irak

Louisville - Ein ehemaliger US-Soldat ist wegen der Vergewaltigung eines 14-jährigen irakischen Mädchens und des Mordes an dessen Familie zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Dies entschied ein Geschworenengericht in Louisville im US-Staat Kentucky am späten Donnerstagabend. Auf die von der Staatsanwaltschaft geforderte Todesstrafe konnte sich die Jury nicht einigen. Der in den USA verurteilte Steven Green gilt als Rädelsführer einer Gruppe von fünf Soldaten, die das Mädchen 2006 vergewaltigten und töteten. Auch die Eltern und die sechsjährige Schwester wurden umgebracht. Anschließend versuchten die Soldaten, die Leiche des Mädchens zu verbrennen, um die Tat zu vertuschen. rtr

PAKISTAN

UN bitten um Spenden

für Flüchtlinge

Khwazakhela - Die Vereinten Nationen haben zu Spenden in Höhe von 543 Millionen Dollar (394 Millionen Euro) für die Menschen in Pakistan aufgerufen, die vor der Offensive der Regierungstruppen gegen die Taliban geflüchtet sind. Das Ausmaß der Vertreibungen und deren Geschwindigkeit sei außergewöhnlich und habe großes Leid verursacht, sagte UN-Sekretär Martin Mogwanja am Freitag in Islamabad. AP

SOMALIA

Regierung schlägt

gegen Milizen zurück

Mogadischu - Bei neuerlichen Kämpfen zwischen islamistischen Milizen und Regierungstruppen in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Freitag Medienberichten zufolge mindestens 15 Menschen getötet und mehr als 150 verletzt worden. Einwohner berichteten von heftigem Artilleriefeuer in der Stadt. Die Kämpfe kamen nach einigen Tagen relativer Ruhe, nachdem die Islamisten versucht hatten, Mogadischu ganz unter ihre Kontrolle zu bringen. Einwohner berichteten, die Regierungstruppen hätten die Ruhe genutzt, um ihre Positionen zu verstärken und die Einheiten mit Nachschub zu versorgen. AP

UN

Sicherheitsrat fordert Freilassung politischer Häftlinge in Birma

New York - Der UN-Sicherheitsrat hat die Freilassung der politischen Häftlinge in Birma gefordert. Die Militärjunta müsse mit der inhaftierten Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi einen Dialog eröffnen, forderte das höchste UN- Gremium. Der Sicherheitsrat zeigte sich „beunruhigt“ über die jüngsten Vorkommnisse. Suu Kyi muss sich seit Montag vor Gericht verantworten. Die Militärregierung wirft der 63-Jährigen einen Verstoß gegen ihren Hausarrest vor, weil sie einem US-Bürger Obdach gewährte, der durch einen See zu ihrem abgesperrten Haus geschwommen war. AFP

SYRIEN

Bürgerrechtler Michel Kilo

nach drei Jahren freigelassen

Damaskus - Der prominente syrische Bürgerrechtler Michel Kilo ist am Dienstagabend aus dem Gefängnis entlassen worden. Kilo, der in Deutschland studiert hat, kam damit fünf Tage nach Verbüßen einer dreijährigen Freiheitsstrafe frei. Dem 69-Jährigen war die Anstachelung von Unruhen und Schwächung des Nationalgefühls vorgeworfen worden, weil er 2006 eine Petition initiiert hatte, die zur Normalisierung des Verhältnisses mit Libanon aufrief. Der syrische Menschenrechtsanwalt Anwar al Bunni wurde für seine Unterschrift zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Mittlerweile hat Syrien diplomatische Beziehungen zu Libanon. Westliche Regierungen hatten sich mehrfach erfolglos für die Freilassung der Bürgerrechtler eingesetzt. an

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