Politik : NACHRICHTEN

AFGHANISTAN

Bundeswehr-Patrouille angegriffen

Berlin - Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan sind am Donnerstagnachmittag mehrfach aus dem Hinterhalt beschossen worden. Es seien keine deutschen Soldaten verletzt worden, teilte die Bundeswehr am Freitag in Berlin mit. Über Verluste der Angreifer lägen keine Erkenntnisse vor. AP

DAGESTAN

Innenminister erschossen

Machatschkala - Der Innenminister der russischen Kaukasusrepublik Dagestan, Adilgerei Magomedtagirow, ist am Freitag ermordet worden. Auch vier Polizisten wurden schwer verletzt. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldete unter Berufung auf Sicherheitskreise, offenbar habe ein Heckenschütze den Minister während einer Hochzeit in der Hauptstadt Machatschkala erschossen. AFP

BIRMA

Prozess gegen Suu Kyi vertagt

Bangkok - Der Prozess gegen die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist ein weiteres Mal vertagt worden. Ohne Angaben von Gründen legte das Sondergericht in Rangun im Gefängnis Insein den 12. Juni als neuen Verhandlungstermin fest, meldeten birmanische Exilmedien am Freitag. Suu Kyi war im vergangenen Monat verhaftet worden, nachdem der US-Amerikaner John Yettaw zu ihrem Haus geschwommen und zwei Tage geblieben war. KNA

IRLAND

Kirchliche Orden wollen mehr zahlen

Dublin - Die 18 in kirchliche Missbrauchsfälle verwickelten katholischen Orden in Irland sind bereit, mehr Schadenersatz an die Opfer zu zahlen. Die Orden verständigten sich bei einem Treffen mit Premierminister Brian Cowen außerdem auf eine unabhängige Bewertung ihres Vermögens. Nach einem im Mai veröffentlichten unabhängigen Bericht sind mehr als 2000 Kinder in katholischen Erziehungseinrichtungen in Irland misshandelt, geschlagen oder sexuell missbraucht worden. KNA

GUINEA-BISSAU

Präsidentschaftskandidat getötet

Bissau - Attentäter haben im westafrikanischen Guinea-Bissau am Freitag einen Kandidaten erschossen, der bei der Präsidentenwahl am 28. Juni antreten wollte. Der nationale staatliche Rundfunk berichtete, dass Männer in Uniform in das Haus des Ministers für Territoriale Verwaltung, Baciro Dabo, stürmten und mehrere tödliche Schüsse auf ihn feuerten. Dabo war ein Verbündeter des Anfang März ermorderten Präsidenten João Bernardo Vieira. dpa

GROSSBRITANNIEN

Verstrahlte Veteranen dürfen klagen

London - Hunderte britische Ex-Soldaten, die bei Atomtests verstrahlt wurden, dürfen das Verteidigungsministerium auf Entschädigung verklagen. Dies entschied der Oberste Gerichtshof in London. Das Verteidigungsministerium zeigte sich „enttäuscht“. Rund tausend Soldaten waren von 1952 bis 1958 an britischen Atomtests in Australien beteiligt. Manche erkrankten an Krebs, andere wurden zeugungsunfähig. AFP

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