Politik : NACHRICHTEN

Druck auf Gabriele Pauli

wegen Partei-Neugründung wächst

München - Bei den Freien Wählern (FW) werden die Rufe lauter, die einstige CSU-Rebellin Gabriele Pauli wegen ihres Plans zu einer Parteineugründung auszuschließen. „Wenn Frau Pauli wirklich auf diese Schiene setzt, können wir nicht weiter zusammenarbeiten“, sagte der bayerische Fraktionschef Hubert Aiwanger dem „Spiegel“. „Ich bekomme laufend E-Mails mit dem Tenor: Ohne die Pauli wär''s besser gewesen“, sagte der FW-Bundesvorsitzende Armin Grein. Pauli äußerte sich weiterhin entschlossen, ihren Plan in die Tat umzusetzen: „Es gibt Menschen, die alles infrage stellen, und solche, die es einfach machen“, sagte sie. Die Freien Wähler in Baden-Württemberg forderten einen Parteiausschluss der bayerischen Landtagsabgeordneten. „Frau Pauli ist eine Egomanin, die im Mittelpunkt stehen möchte“, sagte der FW-Landesvorsitzende Heinz Kälberer. dpa

Eppelmann will Aufklärung über

Stasi-Kontakte von Ex-Abgeordneten

Berlin - Der frühere DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann setzt sich für eine Aufarbeitung möglicher Stasi-Kontakte im Bundestag ein. „Das müsste auch im Interesse des Deutschen Bundestages sein – um seiner eigenen Glaubwürdigkeit willen“, sagte der Vorsitzende der Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur der Wochenzeitung „Das Parlament“. Dies habe „etwas mit der inneren Hygiene des Bundestages zu tun. Der Ruf unseres obersten deutschen Parlamentes muss glaubwürdig und untadelig sein“, fügte Eppelmann hinzu. Nur einfach Nein zu sagen, sei zu wenig und zu billig. Die Frage sei aber, ob eine solche Untersuchung alles auf einmal abdecken müsse, sagte der CDU-Politiker, der selbst von 1990 bis 2005 Bundestagsabgeordneter war. ddp

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