Politik : NACHRICHTEN

RUSSLAND

Krach zwischen Minsk

und Moskau

Moskau - Der Boykott eines von Russland organisierten Gipfeltreffens durch den weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko hat den Streit zwischen den Verbündeten verschärft. Lukaschenko lehnte am Sonntag eine Reise nach Moskau zur Konferenz der regionalen Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) ab, nachdem Russland die Einfuhr weißrussischer Milchprodukte untersagt hatte. „Gespräche über militärische Sicherheit sind sinnlos, wenn unsere wirtschaftliche Sicherheit untergraben wird“, sagte Lukaschenko in Minsk nach Angaben der Agentur Interfax. Der Ton zwischen den Nachbarländern hatte sich nach der Aufnahme des autoritär regierten Weißrusslands in die EU-Ostpartnerschaft im Mai verschlechtert. dpa

PAKISTAN

Mindestens acht Tote

bei Bombenanschlag

Islamabad - Bei einem Bombenanschlag auf einen Markt im Nordwesten Pakistans sind am Sonntag wieder mindestens acht Menschen getötet worden. Mehr als 20 weitere wurden nach Polizeiangaben bei der Explosion in der Stadt Dera Ismail Khan verwundet. Die Region ist seit einiger Zeit Schauplatz blutiger Kämpfe zwischen den radikalislamischen Taliban und pakistanischen Sicherheitskräften. Die Urheber des jüngsten Anschlags waren zunächst unklar, die Taliban bekannten sich aber am Samstag zur jüngsten Serie tödlicher Angriffe, unter anderem den Anschlag auf ein Luxushotel in Peshawar an der Grenze im Nordwesten. AP

MAROKKO

Neue „Königspartei“ Siegerin

der Kommunalwahlen

Rabat - Die Kommunalwahlen in Marokko haben die politische Landschaft dort grundlegend verändert. Stärkste Kraft wurde die erst vor vier Monaten gegründete Partei für Authentizität und Modernität (PAM), die König Mohammed VI. nahe steht und sich für dessen Modernisierungskurs einsetzt. Die sogenannte „Königspartei“ stellt künftig fast 22 Prozent der 28 000 Stadt- und Gemeinderäte. Die großen Verlierer sind die gemäßigten Islamisten von der PJD. Sie waren bisher zweitstärkste Kraft in den großen Städten, kamen aber mit 5,4 Prozent nur auf den sechsten Platz. Bei der Wahl galt eine Frauenquote von zwölf Prozent. In den Gemeinderäten sitzen damit künftig rund 3400 Frauen. Bislang waren es lediglich etwa 130. dpa

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