Politik : NACHRICHTEN

NORDKOREA

Neuer Test mit Kurzstreckenraketen

Seoul - In einer offenbar gezielten Provokation zum Unabhängigkeitstag der USA am 4. Juli hat Nordkorea am Samstag sieben Kurzstreckenraketen getestet. Nach südkoreanischen Angaben ließ die kommunistische Führung in Pjöngjang sieben Geschosse mit einer Reichweite von 500 Kilometern ins Japanische Meer abfeuern. Südkorea und Japan verurteilten den erneuten Test als Provokation. Die USA kritisierten Pjöngjangs Vorgehen als „nicht hilfreich“. AFP

IRAN

Mussawi Hochverrat vorgeworfen

Teheran - Im Iran hat eine unter dem Einfluss des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Chamenei stehende Zeitung eine Anklage führender Oppositionspolitiker wegen Hochverrats gefordert. Die Zeitung „Kaihan“ warf dem unterlegenen Präsidentschaftkandidaten Mir-Hossein Mussawi im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Wahl im Juni schwere Vergehen vor. AFP

BIRMA

Ban darf Suu Kyi nicht sehen

Naypyidaw - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ist in Birma mit seinem Vorhaben gescheitert, die inhaftierte Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi zu treffen. Die Militärführung habe ihm einen Besuch wegen des laufenden Prozesses gegen die Friedensnobelpreisträgerin verweigert, sagte Ban nach einem Treffen mit dem Chef der Militärregierung, General Than Shwe, am Regierungssitz in Naypyidaw. „Ich bin sehr enttäuscht.“ AFP

SUDAN

Zwei Helferinnen in Darfur entführt

Kairo - In der sudanesischen Krisenregion Darfur sind zwei Mitarbeiterinnen einer irischen Hilfsorganisation entführt worden. Bei den verschleppten Frauen handelt es sich um eine Irin und eine Uganderin, sagte ein Sprecher der internationalen Friedenstruppe. Sie hätten in der Gegend von Kutum im Norden Darfurs für die Organisation Goal gearbeitet, die seit 2004 in Darfur tätig ist. AP

HONDURAS

Austritt aus OAS angekündigt

Tegucigalpa - Nach der gescheiterten Vermittlung der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) in der honduranischen Staatskrise hat Honduras seinen Austritt aus dem Staatenbund des Kontinents angekündigt. Die nach dem Staatsstreich vor einer Woche eingesetzte Interims-Regierung teilte in der Nacht zum Samstag mit, Honduras werde sich den „einseitigen und unwürdigen“ Forderungen der OAS nicht beugen. Zuvor hatte OAS-Generalsekretär José Miguel Insulza die neuen Machthaber dazu gedrängt, den gestürzten Präsidenten Manuel Zelaya wieder einzusetzen. dpa

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