Politik : NACHRICHTEN

GROSSBRITANNIEN

Mehr Briten in Afghanistan

getötet als im Irak

London - In Afghanistan sind binnen 24 Stunden acht britische Soldaten getötet worden. Damit steigt die Zahl der getöteten Briten seit Beginn des Einsatzes vor fast acht Jahren auf 184 – beim sechs Jahre währenden Irak-Einsatz starben 179 Soldaten. Die Regierung in London betonte am Samstag, sie werde am Engagement in Afghanistan festhalten. Allerdings entzündete sich wieder eine Debatte um den Sinn des Einsatzes. In Afghanistan sind derzeit rund 8300 Briten stationiert, vor allem im gefährlichen Süden des Landes. Den Irak-Einsatz hatten die Briten im April beendet.dpa

KANADA

Schreiber unterliegt erneut

im Kampf gegen Auslieferung

Toronto - Der wegen Bestechung und Steuerhinterziehung von Deutschland gesuchte frühere Rüstungslobbyist Karlheinz Schreiber hat im Kampf gegen seine Auslieferung vor einem kanadischen Gericht erneut eine Niederlage erlitten. Das Berufungsgericht der Provinz Ontario lehnte eine Beschwerde Schreibers ab. Der deutsch-kanadische Geschäftsmann soll erst nach Abschluss der kanadischen Ermittlungen frühestens zum Jahresende abgeschoben werden. Schreiber behauptete am Samstag, eine Gesetzeslücke könne ihn noch vor einer Abschiebung bewahren. AP/dpa

IRAN

Teheran kündigt neues Angebot

im Atomstreit an

Teheran - Im Atomstreit mit dem Westen hat der Iran Gesprächsbereitschaft signalisiert und ein neues Angebotspaket angekündigt. Dies könne eine gute Basis für Verhandlungen sein, sagte Außenminister Manutschehr Mottaki am Samstag. Darin enthalten sei die Haltung der Islamischen Republik in Sicherheitsfragen sowie politischen und internationalen Angelegenheiten. Die G-8-Staaten hatten den Golfstaat bis September zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert. Andernfalls drohe eine Verschärfung der Sanktionen, sagte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. rtr

BOSNIEN

Gedenkfeier für Opfer

des Massakers von Srebrenica

Sarajevo - Mehr als 20 000 Menschen haben am Samstag an einer Gedenkfeier für die 8000 muslimischen Opfer des Srebrenica-Massakers durch serbische Soldaten teilgenommen. Zum 14. Jahrestag des größten Kriegsverbrechens in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg wurden 534 weitere identifizierte Opfer beigesetzt. Damit sind bis jetzt in der Gedenkstätte 3749 Opfer begraben. Das Europäische Parlament hat alle Staaten, die eine EU-Mitgliedschaft anstreben, aufgerufen, den 11. Juli zum Gedenktag zu erklären. Dies scheiterte in Bosnien an serbischen Parlamentsabgeordneten. dpa

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