Politik : NACHRICHTEN

ISLAND

Parlament stimmt für EU-Beitritt

Reykjavik - Das von der Finanzkrise besonders schwer getroffene Island strebt nun auch offiziell in die EU. Die Entscheidung des Parlaments für einen Aufnahmeantrag fiel nach langer und kontroverser Debatte am Donnerstag mit 33 zu 28 Stimmen. Damit ist der Weg frei für den umstrittenen Aufnahmeantrag, den vor allem die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Johanna Sigurdardottir befürwortet hatte. Sollten die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union dem Beitritt des nordischen Landes zustimmen, bedarf es anschließend einer Volksabstimmung unter den Isländern. rtr

AFGHANISTAN

USA erwarten „schwierige Kämpfe“

London - Der Generalstabschef der US- Armee, Michael Mullen, hat die ausländischen Truppen in Afghanistan auf „sehr schwierige Kämpfe“ vorbereitet. Die radikalislamischen Taliban seien in den vergangenen Jahren brutaler geworden und hätten sich gleichzeitig besser organisiert, sagte Mullen am Donnerstag im arabischen Programm des britischen Fernsehsenders BBC. Seit 2006 habe sich die Sicherheitslage in Afghanistan stufenweise verschlechtert. In den kommenden zwölf bis 18 Monaten müssten die ausländischen Truppen daher damit beginnen, „das Blatt zu wenden“, sagte der Admiral. Dabei spiele auch die Ausbildung der afghanischen Armee und Polizei eine große Rolle. AFP

EU

Minister debattieren Migration

Stockholm - Die dramatischen Flüchtlingsströme im Mittelmeerraum stehen im Mittelpunkt eines informellen Treffens der europäischen Innen- und Justizminister in Stockholm. „Es ist an der Zeit, dass wir mehr Solidarität von den anderen Mitgliedsländern bekommen“, sagte Zyperns Innenminister Neoklis Sylikiotis am Donnerstag vor Beginn des zweitägigen Treffens. Der schwedische Migrationsminister und EU-Ratsvorsitzende Tobias Billström forderte ein einheitliches europäisches Asylsystem, das die Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten erhöhe und die Verantwortung besser verteile. dpa

GABUN

Sohn soll Präsident werden

Nairobi/Libreville - Ali-Ben Bongo, der Sohn des verstorbenen gabunesischen Präsidenten Omar Bongo, soll neuer Staatschef des westafrikanischen Kleinstaats werden. Das kündigte ein Sprecher der regierenden Demokratischen Partei Gabuns im staatlichen Fernsehen an, berichtete die BBC am Donnerstag. Die Kandidatur solle in der nächsten Woche auf einem Parteikongress offiziell beschlossen werden. dpa

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