Politik : NACHRICHTEN

AFGHANISTAN

Deutsche töten zwei Zivilisten

Berlin/Kabul - Deutsche Soldaten haben bei einem Zwischenfall im Norden Afghanistans zwei Zivilisten erschossen. Wie das Bundeswehr-Einsatzführungskommando bei Potsdam am Sonntag berichtete, war ein mit sechs Afghanen besetzter Kleinlaster außerhalb des Stützpunkts in Kundus mit hoher Geschwindigkeit auf eine Stellung deutscher Infanteriekräfte zugefahren. Die Soldaten hätten Warnschüsse abgefeuert, der Fahrer des Wagens habe dennoch die Fahrt fortgesetzt. Daraufhin hätten die Soldaten gezielt auf das Fahrzeug geschossen, um es zum Halten zu bringen. Dabei sei ein Jugendlicher getötet worden, drei weitere Menschen seien schwer verletzt worden. Einer der Verletzten erlag auf dem Weg in das Rettungszentrum des Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) in Kundus seinen Verletzungen. Nach Angaben der Bundeswehr mussten die Soldaten von einem Angriff ausgehen. Sie hätten ihre Waffen im Einklang mit den bestehenden Regeln eingesetzt.

Unterdessen veröffentlichten die radikal-islamischen Taliban ein Video eines vor knapp drei Wochen in Afghanistan verschleppten US-Soldaten. In dem Film ruft der Soldat seine Landsleute unter anderem dazu auf, die US-Regierung zum Abzug der Truppen aus Afghanistan zu bewegen. dpa

MAURETANIEN

Ehemaliger Putschist gewinnt Wahl

Nouakchott - Der ehemalige Putsch-Anführer Mohammed Ould Abdel Aziz hat die Präsidentenwahl in Mauretanien gewonnen. Der 53-jährige General erhielt nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 52,4 Prozent der Stimmen und ließ seine Mitbewerber weit hinter sich, wie die Wahlkommission des nordwestafrikanischen Wüstenstaates am Sonntag in der Hauptstadt Nouakchott mitteilte. Angesichts der absoluten Mehrheit ist eine zweite Runde nicht notwendig. Die Opposition warf Abdel Aziz Betrug vor. dpa

IRAK

Schiiten-Fest endet friedlich

Bagdad - Die irakischen Sicherheitskräfte haben ihre erste große Bewährungsprobe seit dem Abzug der US-Truppen aus den Städten des Landes bestanden: Eine religiöse Schiiten-Feier mit hunderttausenden Pilgern verlief im Bagdader Stadtteil Kadhimija ohne die befürchteten Anschläge. Die Gläubigen gedachten des Imams Mussa al Kadhim, der in dem Schrein in der Moschee von Kadhimija bestattet ist. Die irakischen Sicherheitskräfte hatten erstmals die alleinige Verantwortung für die Sicherheit einer solchen Großveranstaltung. dpa

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