Politik : NACHRICHTEN

Neue Hinweise auf radioaktiven Müll

in der Asse

Hannover - Nach neuen Berichten über eine mögliche Einlagerung hoch radioaktiver Abfälle in das marode Atommülllager Asse sehen niedersächsische Oppositionsparteien alte Vermutungen bestätigt. Der Verdacht ihrer Partei, dass vor vielen Jahren in der Asse tatsächlich hoch radioaktiver Atommüll billig entsorgt worden sei, werde durch die Informationen des ARD-Magazins „Monitor“ erhärtet, sagte die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Petra Emmerich-Kopatsch, am Donnerstag in Hannover. Auch die Grünen befürchteten schon länger, dass in der Asse auch stark strahlende Abfälle gelagert wurden. „Monitor“ zitiert in seinem Bericht aus einem Schreiben der Siemens AG aus dem Jahr 1966. Daraus ergebe sich, dass das damalige Bundesministerium für wissenschaftliche Forschung dem Unternehmen zugesichert hatte, „einen Teil“ von „ca. 25 Fässern mit hoch radioaktivem Abfall (Kernbrennstoff)“ in der Asse einlagern zu dürfen. Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, sagte dem Magazin, seine Behörde werde den Vorgang prüfen. ddp

Bundeswehr bringt Unruhedistrikt

offenbar unter Kontrolle

Kabul/Berlin - Bei der bislang größten Militäroffensive der Bundeswehr in Nordafghanistan haben deutsche und afghanische Soldaten offenbar einen der Unruhedistrikte wieder unter ihre Kontrolle gebracht. Der Gouverneur der Provinz Kundus, Mohammad Omar, teilte am Donnerstag mit, der Distrikt Char Darah sei am Vorabend von Talibankämpfern und Al-Qaida-Terroristen „gesäubert“ worden. Mindestens 13 Aufständische seien getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Vier afghanische Soldaten kamen ums Leben. dpa

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