Politik : NACHRICHTEN

AFGHANISTAN

Nato und Kabul gehen auf die Taliban zu

Kabul - Vier Wochen vor der Präsidentenwahl in Afghanistan haben die Nato und Präsident Hamid Karsai Friedenssignale an die Taliban gegeben. Karsai sagte, er sei bereit zu Gesprächen mit jenen, die öffentlich der Gewalt abschwören. Der britische Außenminister David Miliband erklärte in einer Rede im Nato-Hauptquartier in Brüssel, es gebe unter den Taliban auch Menschen, die gezwungen oder bezahlt würden dafür, dass sie zu den Waffen greifen. Er plädierte für ein Aussteigerprogramm. AP

INDIEN

Schuldsprüche wegen Anschlags in Mumbai

Mumbai - Sechs Jahre nach einem Terroranschlag in Mumbai mit mehr als 50 Toten hat ein indisches Gericht drei Verdächtige schuldig gesprochen. Die Frau und zwei Männer sollen Mitglieder der Terrororganisation Lashkar-e-Taiba sein. Das Strafmaß wird Anfang August verkündet; die Anklage fordert die Todesstrafe. AP

ISLAND

Brüssel ebnet für Reykjavik  „kurzen Weg“ in die EU

Brüssel - Island ist erneut einen Schritt weiter Richtung EU: Die EU-Außenminister haben die Europäische Kommission beauftragt, die EU-Tauglichkeit des Landes zu prüfen. Schwedens Außenminister, der amtierende EU-Ratsvorsitzende Carl Bildt, sagte, es gebe keine „Schnellspur“ nach Europa für Island, aber einen kürzeren Weg. Am Rande der Tagung gab es Streit, ob die Balkan-Länder, die ebenfalls EU-Mitglieder werden wollen, womöglich hinter Island zurückfallen könnten. Island ist von der Finanzkrise besonders schwer betroffen. dpa

BULGARIEN

Sofia gibt Lösegeldzahlung  für Krankenschwestern zu

Sofia - Bulgarien soll zur Freilassung von fünf Krankenschwestern aus libyscher Haft vor zwei Jahren 100 Millionen Dollar gezahlt haben. „Für so viel Geld könnte man im Irak Geiseln freikaufen“, kritisierte der vom Parlament bestätigte neue bulgarische Regierungschef Bojko Borissow. Er hat damit als erster Vertreter seines Landes zugegeben, dass für die Frauen Lösegeld gezahlt wurde. Sie waren beschuldigt worden, 400 libysche Kinder absichtlich mit dem Aidserreger angesteckt zu haben. dpa

SÜDAFRIKA

Chaos durch Streik im öffentlichen Dienst

Johannesburg - In Südafrika streiken 150 000 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes; sie haben damit am Montag hunderttausende Pendler auf ihrem Weg zur Arbeit behindert. In Johannesburg kam es am Montag zu chaotischen Szenen, als im Frühverkehr in der Innenstadt nach einem Kabelbrand die meisten Ampeln ausfielen. Auch der Zugverkehr war durch mehrere brennende Waggons beeinträchtigt. Unklar blieb, ob diese Brände im Zusammenhang mit dem Streik standen. dpa

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