Politik : NACHRICHTEN

SCHWEDEN / ISRAEL

Zeitungsartikel

sorgt für Eklat

Stockholm - Ein schwedischer Zeitungsbericht über einen mutmaßlichen Organhandel in Israel droht die Beziehungen zwischen Stockholm und Jerusalem zu belasten. Der schwedische Außenminister Carl Bildt wies israelische Forderungen nach einer offiziellen Verurteilung des Artikels zurück. Die Pressefreiheit sei tief in der schwedischen Verfassung verankert, schrieb der Minister in seinem Blog. Zugleich betonte Bildt, Schweden habe Antisemitismus stets verurteilt. Der am Montag veröffentlichte Bericht der schwedischen Zeitung „Aftonbladet“ deutete an, dass israelische Soldaten Palästinenser möglicherweise gezielt getötet und ihnen Organe entnommen hätten. Israel erwiderte, der Artikel sei „unverhohlen rassistisch“ und spiele auf einen „abscheulichen Antisemitismus“ an. AP

RUSSLAND

Vier Polizisten bei Anschlägen

in Tschetschenien getötet

Grosny - Bei einer Reihe von Selbstmordanschlägen in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny sind am Freitag mindestens vier Polizisten getötet worden. Nach russischen Behördenangaben verübten binnen einer halben Stunde vier Attentäter auf Fahrrädern vier Anschläge in mehreren Stadtteilen. Bei einem der Anschläge sei der Attentäter auf zwei Polizisten losgefahren, habe sich in die Luft gesprengt und die beiden Beamten mit in den Tod gerissen. Die Zentralregierung in Moskau hatte im April einen seit zehn Jahren laufenden Einsatz gegen Untergrundkämpfer in der Kaukasusrepublik Tschetschenien für beendet erklärt. Seitdem nahmen die Gewalttaten wieder zu. AFP

NORDKOREA

Delegation aus Pjöngjang

reist nach Südkorea

Seoul - Erstmals seit fast zwei Jahren hat Nordkorea wieder hohe Funktionäre in das südliche Nachbarland entsandt. Im Namen von Machthaber Kim Jong Il erwiesen die sechs Funktionäre aus Pjöngjang am Freitag dem vor drei Tagen gestorbenen südkoreanischen Ex-Staatschef Kim Dae Jung die letzte Ehre. Nach den Spannungen der vergangenen Monate könnte dies ein weiteres Zeichen dafür sein, dass der kommunistische Norden wieder auf Südkorea zugehen will. dpa

SPANIEN

Waffenverstecke der Eta

in Frankreich ausgehoben

Madrid - Spanische und französische Ermittler haben sechs Waffenverstecke der baskischen Untergrundorganisation Eta in Südfrankreich ausgehoben. Dies war durch die Festnahme von drei mutmaßlichen Eta-Terroristen am Mittwoch möglich geworden. dpa

SLOWAKEI

Regierung verbietet

Ungarns Präsident die Einreise

Budapest/Bratislava - Ungarns Präsident Laszlo Solyom hat am Freitag eine Reise in die Slowakei abgesagt, nachdem die dortige Regierung ihm die Einreise untersagt hatte. Das slowakische Außenministerium hatte der ungarischen Botschaft in Bratislava am Nachmittag in einer „diplomatischen Note“ mitgeteilt, dass Solyom die Einreise untersagt sei. Solyom wollte am Freitag an der Einweihung einer Statue des ungarischen Nationalheiligen Stephan I. in der südslowakischen Stadt Komarno teilnehmen. Die Slowakei gedenkt am 21. August allerdings der Niederschlagung des „Prager Frühlings“ durch die Truppen des Warschauer Paktes. Daran waren vor 41 Jahren auch ungarische Einheiten beteiligt.AFP

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben