Politik : NACHRICHTEN

NORD- UND SÜDKOREA

Annäherung bei Staatsbegräbnis

Seoul - Nach monatelanger Eiszeit haben Süd- und Nordkorea erstmals seit langer Zeit wieder Gespräche auf hochrangiger Ebene geführt. Der konservative südkoreanische Staatschef Lee Myung Bak empfing am Sonntag zum ersten Mal seit seinem Antritt vor eineinhalb Jahren Gesandte des kommunistischen Nachbarlandes, das Seoul in den vergangenen Monaten noch mehrfach mit Krieg gedroht

hatte. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il ließ dabei durch hohe Funktionäre der herrschenden Arbeiterpartei seinen Wunsch nach einer Verbesserung der Beziehungen überbringen. Offiziell waren die kommunistischen Funktionäre zu den Trauerfeierlichkeiten für den am vergangenen Dienstag gestorbenen südkoreanischen Ex-Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Kim Dae Jung nach Seoul gereist. dpa

RUSSLAND

Ermittlungen gegen Journalisten

Moskau - Die russische Staatsanwaltschaft hat gegen einen Journalisten Ermittlungen wegen seiner Berichterstattung über die Katastrophe im größten Wasserkraftwerk des Landes eingeleitet. Das in New York ansässige Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) verurteilte am Samstag die Untersuchungen gegen den Chefredakteur der russischen InternetNachrichtenseite Nowy Fokus, Michail Afanasjew. Die Zahl der Toten stieg am Sonntag auf 69. Afanasjew hatte den Behörden in einem Internet-Blog vorgeworfen, die Wahrheit über den Unfall in der sibirischen Anlage Sajano-Schuschenskaja zu verschleiern. Er berichtete auch, dass Rettungskräfte Klopfzeichen von Überlebenden in der Turbinenhalle gehört hätten. Die Staatsanwaltschaft in Abakan, der nächstgelegenen Großstadt, wirft ihm deshalb Verleumdung vor. AFP

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