Politik : NACHRICHTEN

PAKISTAN

Talibankritischer Journalist gezielt getötet

Jamrud - Ein afghanischer Journalist und Taliban-Kritiker ist am Montag in Pakistan getötet worden. Die Angreifer hätten den Reisebus in der Grenzregion am Khyber-Pass abgefangen, in dem Dschanullah Haschimsada gesessen habe, sagte ein pakistanischer Regierungsbeamter. Die Täter hätten den Bus gestürmt und den Journalisten an Ort und Stelle erschossen. Haschimsada arbeitete als Bürochef in Pakistan für den afghanischen Fernsehsender Schamschad. Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen rief die Regierung auf, Journalisten in der Region besser zu schützen. rtr

POLEN

Bis 2030 sollen drei Atomkraftwerke Strom liefern

Warschau - Polen will 2016 mit dem Bau des ersten Atomkraftwerks beginnen. Vier Jahre später sollen die Reaktoren Strom liefern. Ein zweites Akw soll bereits ein bis zwei Jahre später ans Netz und ein dritter Meiler wird nach den Vorstellungen der polnischen Regierung 2030 in Betrieb genommen. Zusammen werden die Atomkraftwerke eine Leistung von 5000 Megawatt haben, sagte der polnische Wirtschaftsminister Waldemar Pawlak am Wochenende in Warschau. Er betonte bei der Präsentation, dass Polen beim Bau der drei Meiler auf die allerneueste Technologie zurückgreifen werde. Zur Auswahl stünden Anbieter aus Frankreich, Deutschland, Kanada, Südkorea und Russland. Der Strombedarf Polens wird zu über 90 Prozent durch Kohlekraftwerke gedeckt. Knut Krohn

IRAN

Ex-Geheimdienstchef wird Generalstaatsanwalt

Teheran - Affront gegen den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad: Der Oberste Richter Sadek Laridschani hat den entlassenen Geheimdienstminister Gholem Mohseni Edschehi zum Generalstaatsanwalt ernannt. Das berichtete das iranische Fernsehen am Montag. Laridschani und sein Bruder, Parlamentspräsident Ali Laridschani, sind in letzter Zeit zunehmend als Rivalen von Ahmadinedschad hervorgetreten. AP

KUBA

Castro präsentiert sich wieder der Öffentlichkeit – per Video

Havanna - Kubas Revolutionsführer Fidel Castro hat sich erstmals seit 14 Monaten wieder auf einem Video der Öffentlichkeit gezeigt. Das staatliche Fernsehen präsentierte den ehemaligen kubanischen Präsidenten am Sonntagabend (Ortszeit) offensichtlich gesund und wohlgelaunt im Gespräch mit Studenten aus Venezuela. Zuvor hatten die Zeitungen mit Bildern über ein Gespräch des 83-Jährigen mit dem ecuadorianischen Präsidenten Rafael Corea berichtet. dpa

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