Politik : NACHRICHTEN

GRIECHENLAND

Karamanlis ruft Neuwahlen aus

Athen - Der griechische Ministerpräsident Costas Karamanlis hat vorgezogene Wahlen ausgerufen. Angesichts der Wirtschaftskrise müsse in der politischen Landschaft aufgeräumt werden, sagte er am Mittwoch in einer Fernsehansprache. Einen Termin nannte er nicht. „Uns stehen zwei schwierige Jahre bevor“, sagte Karamanlis. Dringend müssten eine Reihe von Reformen im wirtschaftlichen Bereich eingeführt und die Steuerhinterziehung bekämpft werden. Dazu brauche seine seit fünfeinhalb Jahren regierende bürgerliche Partei Nea Dimokratia (ND) ein „frisches Mandat“. Griechenlands Wirtschaft ist insbesondere von der Schifffahrt und dem Tourismus abhängig, zwei Branchen, die von der Krise besonders hart getroffen wurden. Als mögliche Wahltage gelten der 27. September und der 4. Oktober. rtr/dpa

GROSSBRITANNIEN

Brown dementiert Handel mit Libyen

Birmingham - Der britische Premierminister Gordon Brown hat nach der Freilassung des Lockerbie-Attentäters Abdelbasset al Megrahi Berichte über geheime Absprachen mit Libyen energisch zurückgewiesen. Es habe „kein Komplott, keine Vertuschung, keine Doppelzüngigkeit und keine Abmachung über Öl“ gegeben, sagte Brown am Mittwoch. AFP

MOLDAWIEN

Präsident tritt zurück

Chisinau/Moskau - In der krisengeschüttelten ehemaligen Sowjetrepublik Moldawien hat der kommunistische Präsident Wladimir Woronin überraschend seinen Rücktritt erklärt. Laut Verfassung wird der Ende August gewählte prowestliche Parlamentschef Mihai Ghimpu das Amt des Präsidenten vorübergehend übernehmen. Ghimpu gilt als Anhänger einer Vereinigung mit dem Nachbarn und EU-Mitglied Rumänien. Das völlig verarmte Moldawien hat bereits zwei Parlamentswahlen in diesem Jahr hinter sich. dpa

KANADA

Weißer Südafrikaner bekommt Asyl

Toronto - Die kanadischen Behörden haben einen weißen Südafrikaner als Flüchtling anerkannt, wie der Anwalt des Mannes am Dienstag bekanntgab. Der Mann hatte erklärt, dass Weiße in Südafrika das Ziel schwarzer Krimineller seien und dass die Regierung nichts unternehme, um sie zu schützen. Die Einwanderungsbehörde befand den Angaben zufolge, dass der Weiße „eher ein Opfer wegen seiner Rasse als ein Opfer von Kriminalität ist“. In Südafrika stieß die Entscheidung auf Empörung. Die Behauptungen des Mannes befleckten „den guten Namen schwarzer und weißer Südafrikaner und sind rassistisch motiviert“, erklärte ein Sprecher des südafrikanischen Einwanderungsministeriums. AFP

FINNLAND

Kritik an Ostseepipeline

Helsinki - Finnlands Außenminister Alexander Stubb ist unzufrieden mit dem Vorgehen der Bundesregierung und der russischen Führung bei der geplanten Gasleitung durch die Ostsee. Stubb sagte am Mittwoch in einem Interview mit dem TV-Sender YLE , durch die rein bilaterale Vorbereitung sei die „Einheit der EU geschwächt worden.“ Die Konflikte um die Pipeline zeigten den Bedarf an einer gemeinsamen Energiepolitik der Union. dpa

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