Politik : NACHRICHTEN

IRAK

Neun Tote bei Selbstmordanschlag

Ramadi - Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Kontrollposten in Ramadi im Westen Iraks sind am Montag neun Menschen getötet und mindestens 13 verletzt worden. Unter den Toten seien auch vier Polizisten, teilten die Behörden mit. Zwar sind Straßenkontrollen relativ häufig Ziele von Selbstmordattentätern. In der westirakischen Provinz Anbar war es zuletzt eher selten zu Attentaten gekommen, nachdem sich örtliche Stammesführer Ende 2006 im Kampf gegen sunnitische Kämpfer mit den US-Truppen verbündet hatten. rtr

ISRAEL

Barak genehmigt Siedlungsausbau

Jerusalem - Israel trotzt der amerikanischen Forderung nach einem Baustopp in den jüdischen Siedlungen: Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bewilligte am Montag offiziell den Bau von 366 Wohnungen und kündigte die Genehmigung von 84 weiteren in Kürze an. Der palästinensische NahostUnterhändler Sajeb Erakat sagte, Israel habe sich statt für den Frieden für den Ausbau von Siedlungen entschieden. AP

EU

Experten: „Faire Chance“ für Türkei

Brüssel - Eine Expertengruppe hat die EU dazu aufgerufen, der Türkei eine „faire Chance“ für eine EU-Mitgliedschaft zu geben. Umgekehrt müsse die Türkei aber den Reformprozess erneuern, heißt es in einem am Montag in Brüssel vorgestellten Bericht. Der „Unabhängigen Türkei-Kommission“ gehört unter anderem der finnische Friedensnobelpreisträger Martti Ahtisaari an. Der frühere Präsident warf der EU eine Verzögerungstaktik vor: „Europa wird seine Glaubwürdigkeit verlieren, wenn wir diesen Prozess nicht ungehindert voranschreiten lassen“, sagte Ahtisaari. KNA/AP

POLEN

Gegen russisch-deutsche Dominanz

Warschau - Der polnische Präsident Lech Kaczynski sieht in der strategischen Partnerschaft seines Landes mit der Ukraine ein Mittel gegen die von ihm befürchtete russisch-deutsche Dominanz in Europa. Wenn Europa ein Kontinent der Kooperation und nicht der Dominanz sein sollte, müsse es sich auf viele strategische Partnerschaften stützen, sagte Kaczynski. dpa

TAIWAN

Premier tritt nach Taifun zurück

Taipeh - Taiwans Regierungschef Liu Chao-shiuan hat die Verantwortung für die langsam angelaufenen Rettungsmaßnahmen nach Taifun „Morakot“ übernommen und ist am Montag zurückgetreten. Einen Monat nach dem katastrophalen Wirbelsturm, bei dem 758 Menschen ums Leben gekommen waren, nahm Präsident Ma Ying-jeou das Rücktrittsgesuch an. Gleichzeitig ernannte er Wu Den-yih, den Generalsekretär der regierenden Kuomintang-Partei, zum neuen Ministerpräsidenten. dpa

PHILIPPINEN

Priester erschossen

Manila - Ein katholischer Priester und Menschenrechtler ist auf den Philippinen erschossen worden. Cecilio Lucero war am Sonntag mit Polizeieskorte in San Jose rund 480 Kilometer südlich von Manila unterwegs, als sein Wagen von etwa 30 Bewaffneten angehalten wurde, berichtete die Polizei. Die Mörder hätten sofort das Feuer eröffnet. Der Pater habe Todesdrohungen erhalten, berichtete sein Bruder. Lucero kämpfte in seiner Gemeinde gegen die Armut. dpa

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