Politik : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

SPD und CDU in Thüringen sondieren

Berlin - SPD und CDU in Thüringen wollen nach einem ersten Treffen ihre Sondierungen eines Regierungsbündnisses fortsetzen. Man sei übereingekommen, sich übernächste Woche wieder zusammenzusetzen, sagte ein Sprecher der Christdemokraten in Thüringen am Donnerstagabend nach viereinhalbstündigen Verhandlungen. Die Gespräche seien in freundlicher Atmosphäre verlaufen, Schwerpunkte seien die Bereiche Bildung und Soziales gewesen. Von den Sozialdemokraten war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die SPD in Thüringen lotet auch die Möglichkeit einer Regierungsbildung mit der Linkspartei und den Grünen aus. rtr

Zahl der Abtreibungen sinkt weiter

Wiesbaden - Die Zahl der Abtreibungen in Deutschland geht weiter zurück. Im zweiten Quartal dieses Jahres entschieden sich 27 800 Frauen für einen Abbruch ihrer Schwangerschaft. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum im Vorjahr ist das ein Rückgang um 5,3 Prozent, berichtet das Statistische Bundesamt. Bereits im ersten Quartal dieses Jahres hatten die Statistiker im Vorjahresvergleich 3,8 Prozent weniger Abbrüche gezählt – und 2008 hatte es mit 114 500 Fällen so wenig Abtreibungen wie noch nie seit der neuen gesetzlichen Regelung im Jahr 1996 gegeben. dpa

EU

Kommissar reist nach Simbabwe

Brüssel - Nach sieben Jahren Sanktionen schickt die EU am Wochenende erstmals eine ranghohe Delegation nach Simbabwe. Bei dem Besuch von Entwicklungskommissar Karel De Gucht und Schwedens Entwicklungsministerin Gunilla Carlsson in dem Land im Süden Afrikas soll es um die Normalisierung der Beziehungen und eine mögliche volle Wiederaufnahme der Entwicklungshilfe gehen, teilte die Kommission in Brüssel mit. Treffen sind sowohl mit Präsident Robert Mugabe als auch mit dem Ministerpräsidenten Morgan Tsvangirai geplant, der jahrzehntelang Oppositionsführer war. Trotz der Anerkennung von Fortschritten pocht die Union auf weitere Reformen und die Achtung der Menschenrechte. AFP

Parlament entscheidet über Barroso

Brüssel - EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat die letzte Hürde vor einer zweiten Amtszeit an der Spitze der wichtigen EU-Behörde überwunden. Das Europaparlament entscheidet am 16. September in Straßburg über ein neues Mandat. Dies beschlossen die Fraktionsvorsitzenden am Donnerstag. Neben Linken und Grünen waren auch die Sozialdemokraten beim Versuch gescheitert, eine rasche Abstimmung zu verhindern. Die Bestätigung des liberalkonservativen Portugiesen für weitere fünf Jahre als Kommissionspräsident gilt als wahrscheinlich: Die Sozialdemokraten werden wohl nicht mit Nein stimmen. „Eines kann ich aber schon sagen: Es wird keine Zustimmung geben“, sagte der Fraktionschef Martin Schulz. Eine Enthaltung sei möglich, wenn die Sozialdemokraten die Zusage erhielten, dass sie den künftigen EU-Außenbeauftragten stellen können, der auch Vizepräsident der Kommission wird. Die Kandidatur Barrosos wird von Konservativen, Christdemokraten und Liberalen unterstützt. Barroso war einstimmig von den Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten als Kandidat benannt worden. dpa

Berichtigung

Berlin - In unserer Meldung zum Gaza-Streifen vom 9. September haben wir in der Überschrift einen Fehler gemacht. Über dem Artikel über einen UN-Bericht, der die wirtschaftlichen Verluste im Gaza-Streifen, verursacht durch die israelische Offensive Ende vergangenen Jahres, auf vier Milliarden Dollar beziffert, muss natürlich stehen: „Milliardenschäden durch Israel in Gaza“ Tsp

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