Politik : NACHRICHTEN

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Foto: dpaEFE FILES

RUSSLAND

Tote bei Gewaltwelle im Kaukasus

Grosny - Die russischen Kaukasusrepubliken Tschetschenien, Inguschetien und Dagestan kommen nicht zur Ruhe. Bei gewaltsamen Zwischenfällen wurden nach amtlichen Angaben in den überwiegend muslimischen Gebieten neun Menschen getötet, darunter ein Selbstmordattentäter in Grosny, der sich in der Nähe einer Schule in die Luft sprengte. Bei einem anderen Zwischenfall in Tschetschenien erschossen Polizisten einen mutmaßlichen Aufständischen. In Argun wurden zwei Polizisten erschossen, wie das Innenministerium mitteilte. In Dagestan wurden drei mutmaßliche Kämpfer und eine Frau bei einem Schusswechsel getötet. In Inguschetien wurde ein Polizeiermittler vor seinem Haus in Nasran erschossen. AP

ISRAEL

Peres nach Kollaps wieder im Amt

Jerusalem - Nach einem kurzen Zusammenbruch und einer Nacht im Krankenhaus hat der israelische Präsident Schimon Peres am Sonntag seine Amtsgeschäfte wieder aufgenommen. Seine Sprecherin teilte mit, der 86-Jährige sei am Morgen aus dem Krankenhaus Tel Haschomer bei Tel Aviv entlassen worden. Mit Billigung der Ärzte werde er sein Amt wieder voll ausfüllen, einschließlich eines Treffens mit dem US- Gesandten George Mitchell. Das Staatsoberhaupt war am Vorabend während einer Ansprache im Rabin-Zentrum in Tel Aviv für wenige Sekunden ohnmächtig geworden. dpa

EUROPÄISCHE UNION

Delegation zu Gast in Simbabwe

Harare - Erstmals seit sieben Jahren hat eine hochrangige EU-Delegation Simbabwe besucht. Die Beziehungen zu dem afrikanischen Land hätten eine „neue Phase“ erreicht, sagte die schwedische Entwicklungsministerin Gunilla Carlsson als Ratsvorsitzende der Europäischen Union. Eine vollständige Zusammenarbeit zwischen Simbabwe und der EU sei allerdings von der Einhaltung des politischen Abkommens zur Machtteilung abhängig. Die Sanktionen würden erst aufgehoben, wenn es nicht mehr zu Menschenrechtsverletzungen komme. rtr

KUBA

Veteran Almeida gestorben

Havanna - Juan Almeida Bosque, ein langjähriger Wegbegleiter des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro und ranghoher Regierungsvertreter, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Der Vizepräsident des kubanischen Staatsrats erlag nach Berichten der staatlichen Medien vom Samstag einem Herzanfall. Almeida sei am Freitag gestorben, werde aber „in den Herzen und Köpfen seiner Landsleute ewig leben“, hieß es. AP

UGANDA

Mindestens 14 Tote bei Unruhen

Kampala - Bei blutigen Zusammenstößen in der ugandischen Hauptstadt Kampala sind in den vergangenen vier Tagen mindestens 14 Menschen getötet worden. Mehr als 550 Menschen seien festgenommen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Am Sonntag blieb es in Kampala ruhig, die Sicherheitskräfte kontrollierten aber weiter die Straßen. Mehr als 80 Menschen seien seit Donnerstag bei den Ausschreitungen verletzt worden, darunter ein Dutzend Polizisten, sagte die Polizeisprecherin. Festgenommen worden seien die an den Unruhen direkt Beteiligten sowie die „Rädelsführer“. Gegen die Festgenommenen würden jetzt Untersuchungen laufen, sie hätten aber Besuch von ihren Angehörige erhalten dürfen. AFP

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